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Wicki Hans · Ständerat · 2019-09-12

Wicki Hans · Ständerat · Nidwalden · FDP-Liberale Fraktion · 2019-09-12

Wortprotokoll

Ich möchte gleich daran anschliessen. Der Bundesrat sagt in seiner Antwort, dass er zuerst die Kinderbetreuung priorisieren und erst dann ein anderes Modell diskutieren möchte. Gestern wurde nun der indirekte Gegenvorschlag zur Vaterschaftsurlaubs-Initiative mehrheitsfähig. Wir sind nun also in der Situation, dass wir sagen können, man soll das eine tun und das andere nicht lassen. Wir können mit dieser Motion durchaus eine Diskussion über Elternzeit oder Elternurlaub, wie auch immer man das nennen will, lancieren. Dann würden wir wirklich die Grundvoraussetzungen für eine moderne Familienpolitik setzen. Ich verweise dabei auf den Motionstext, wo die Vaterschaftsurlaubs-Initiative im Argumentarium schon integriert ist.

Die Rollenmodelle von Mutter und Vater möchten wir so, wie sie heute daherkommen, vermutlich auch nicht mehr zementieren. Meines Erachtens geht es dabei eben nicht nur um die Rollenmodelle, sondern um das Familienbild überhaupt. Wenn wir uns die Realität anschauen, dann müssen wir einfach feststellen, dass die Konstellation Vater-Mutter-Kind zunehmend seltener wird: Es gibt entweder Mutter mit Kind, Vater mit Kind, Mutter und Mutter mit Kind oder weitere Kombinationen, wie auch immer sie entstehen werden. Dazu kommt, dass wir die Gender-Debatte noch nicht einmal geführt haben.

Ich bin der Meinung, dass der Vaterschaftsurlaub, wenn wir jetzt nichts in diese Richtung machen, bereits bei seiner Einführung eine Geschichte für den Papierkorb ist. Das ist die Chance für diese Motion. Aus diesem Grund bin ich auch der Meinung, dass wir diese Chance packen und das moderne Familienbild in unsere Gesetzgebung einbringen sollten. Wir müssen vorausschauen.

Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen, die Motion anzunehmen.