Matter Thomas · Nationalrat · 2019-09-16
Matter Thomas · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-09-16
Wortprotokoll
So kann es ganz einfach nicht weitergehen! Seit Beginn der Personenfreizügigkeit im Jahr 2002 sind netto - netto, Herr Portmann - 765[NB]000 EU-/Efta-Bürger in die angeblich so isolierte, abgeschottete, vermauerte Schweiz eingewandert. Der Bundesrat hat vor der Abstimmung 1999 die Aussage gemacht, dass man pro Jahr mit etwa 8000 Personen aus dem EU-/Efta-Raum rechnen dürfe, das heisst kumuliert bis Ende 2018 mit 153[NB]000 zusätzlichen Menschen. Der Bundesrat hat sich um die Kleinigkeit von 612[NB]000 Personen geirrt.
Gesamthaft sind seit 2002 netto 1,15 Millionen Personen in die Schweiz gekommen. Wir sind heute bei einem Ausländeranteil von 25,1 Prozent. Würden wir die Einbürgerungen alleine der letzten zehn Jahre berücksichtigen, lägen wir bei einem Anteil von rund 30 Prozent. Nun ist es, das muss ich Ihnen sagen, wirklich genug! Wir müssen diese Massenzuwanderung der letzten Jahre erst einmal verkraften, verdauen und konsolidieren - sonst ist eine Integration schlicht nicht mehr möglich, und wir verlieren unsere Identität.
Wir hatten doch in meiner Schulzeit keine Probleme, zwei, drei Ausländerkinder zu integrieren. Heute ist das aber an ganz vielen Orten schlicht unmöglich, weil nur noch zwei oder drei Schweizer Kinder in einer Schulklasse sind. Wann endlich merken gewisse Politiker und gewisse Wirtschaftsverbände, was sie mit ihrer Personenfreizügigkeit dem Schweizervolk, der Schweizer Landschaft, der einmaligen schweizerischen Lebensqualität antun? Die grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer will keine 10-Millionen-Schweiz!