Cassis Ignazio · Bundesrat · 2019-09-18
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2019-09-18
Wortprotokoll
Der Bundesrat, Herr Nationalrat Fridez, teilt die Auffassung, dass die Förderungen von Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung eng miteinander verbunden sind. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat für die Periode 2017-2020, also die heute laufende Periode, die Rahmenkredite für die internationale Zusammenarbeit und zivile Friedensförderung erstmals in einer einzigen Strategie und einem Rahmenkredit zusammengefasst. Die menschliche Sicherheit war 2017 zum ersten Mal Teil dieser Strategie.
Die Strategie zur internationalen Zusammenarbeit, die mit der Botschaft nächstes Jahr in das Parlament kommen wird, legt einen Schwerpunkt auf die Gouvernanz und die Rechtsstaatlichkeit. Dies sind wichtige Aspekte, die in der Begründung des Postulates erwähnt werden. Der Bundesrat möchte dieses Engagement vertiefen. Aber es gibt bei der Vereinheitlichung auch gewisse Grenzen. Die Rechtsgrundlagen für die zivile und für die militärische Friedensförderung sind unterschiedlich. Für die zivile Friedensförderung, inklusive die Entsendung von Polizisten und Angehörigen des Grenzwachtkorps, gilt das Bundesgesetz über Massnahmen zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte. Für die militärische Friedensförderung gilt das Militärgesetz. Das Militärgesetz ist dabei restriktiver. Für eine Entsendung auf der Basis eines Uno- oder OSZE-Mandats ist in jedem Fall der Bundesrat zuständig. Wenn der Einsatz bewaffnet erfolgt, braucht es die Zustimmung des Parlamentes.
Le Conseil fédéral continuera de favoriser la coordination de la promotion civile et militaire de la paix et des formations dispensées à cette fin. J'ai eu l'occasion grâce à votre postulat, Monsieur Fridez, d'échanger aussi avec la nouvelle cheffe du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports exactement sur cette matière. Nous avons tous deux exprimé la volonté de renforcer la proximité des deux éléments de la promotion de la paix.
La bonne pratique déjà établie en termes de collaboration, les besoins distincts en matière de formation et les différences sur le plan juridique font que les conditions ne se prêtent malgré cela pas toujours à l'élaboration d'un concept conjoint relatif à la création d'un centre de formation commun. Mais qui sait si à l'avenir nous n'arriverons pas malgré tout à trouver le meilleur équilibre possible pour mettre sur pied un tel centre? On ne peut pas l'exclure.
C'est pour ces raisons que le Conseil fédéral propose de rejeter votre postulat.