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Dittli Josef · Ständerat · 2019-09-24

Dittli Josef · Ständerat · Uri · FDP-Liberale Fraktion · 2019-09-24

Wortprotokoll

Es geht hier um die Ersatzbeschaffung der 8,1-Zentimeter-Minenwerfer, dieser Mörser. Die internationale Bedrohungslage hat sich auch für die Schweiz verändert. Wir haben nicht mehr die gleichen Bedrohungsformen und müssen uns anpassen. Konflikte finden immer mehr im überbauten Gebiet und damit inmitten der Zivilbevölkerung statt. Um ihre Verteidigungsaufgabe in einem bewaffneten Konflikt zu erfüllen, muss die Armee fähig sein, einen Gegner durch Feuer und Bewegung am Erfolg zu hindern und den eigenen Auftrag umzusetzen. Dazu müssen die Bodentruppen über die Fähigkeiten verfügen, einen Gegner insbesondere auch im überbauten Gebiet präzise bekämpfen zu können.

Die Kampftruppen - Panzerverbände, Infanterie, Artillerie und Spezialkräfte - verfügen einerseits über direkt schiessende Waffen wie Kanonen, Lenkwaffen, Gewehre und Granatwerfer, andererseits über indirekt schiessende Waffen, nämlich Panzerhaubitzen sowie Mörser unterschiedlicher Kaliber und unterschiedlicher Reichweiten. Die sogenannten Bogenschusswaffen werden vor allem gegen Ziele eingesetzt, die sich aufgrund der Topografie und der Überbauung, aber auch wegen der Distanz nicht mit direkt schiessenden Waffen bekämpfen lassen. Ohne Unterstützung durch indirektes Feuer können die Kampftruppen ihren Auftrag nicht erfüllen. Sie würden vom Gegner permanent in Deckung gezwungen und könnten sich nicht bewegen. Dies würde sie hindern, einen koordinierten Kampf zu führen.

Für die Mehrheit der Kommission ist klar, dass es in diesem Umfeld weiterhin Mörser braucht. Diese Waffen sind für den Schutz der eigenen Bevölkerung im Konfliktfall notwendig. Die Beschaffung steht im Einklang mit der Weiterentwicklung der Bodentruppen. Es geht hier um den Ersatz der über vierzigjährigen 8,1-Zentimeter-Minenwerfer.

Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen und der Beschaffung der Mörser zuzustimmen.