Matter Thomas · Nationalrat · 2019-09-25
Matter Thomas · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2019-09-25
Wortprotokoll
Ich erkläre Ihnen diese Logik sehr gerne. 2007 hatte eine CS oder eine UBS 2 Prozent Eigenkapital - 2 Prozent, die CS sogar nur 1,8 Prozent. Heute haben sich die Bilanzsummen dieser zwei Grossbanken mehr als halbiert, und das Eigenkapital stieg von 2 auf 5 Prozent, plus zusätzliche 5 Prozent verlustabsorbierendes Kapital, also faktisch 10 Prozent. Ich muss Ihnen Folgendes aus der Praxis erklären: Wenn Sie mir 100[NB]000 [PAGE 1867] Franken auf die Bank einzahlen, dann ist das bei mir auf der Passivseite, und meine Bilanz steigt um 100[NB]000 Franken. Das heisst: Ich muss je 5 Prozent Eigenkapital und verlustabsorbierendes Kapital hinterlegen, nur weil Sie bei mir einbezahlen, auch wenn ich das Geld der Schweizerischen Nationalbank weitergebe. Eine Bank also, die auf der Passivseite nur Geld von den Kunden hat und alles Geld der Nationalbank gibt, muss trotzdem 10 Prozent eigene Mittel hinterlegen. Wenn wir das noch erhöhen würden, dann wären wir nicht mehr wettbewerbsfähig.