Cassis Ignazio · Bundesrat · 2020-12-03
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2020-12-03
Wortprotokoll
Noto con un po' di umorismo che avete approfittato di un oggetto per discutere in modo molto più esteso di altri oggetti - questo fa anche parte della politica, l'arte della discussione.
Il est vrai que cette motion anticipe une discussion qui aura lieu uniquement si le Conseil fédéral signe l'accord institutionnel. Donc toute la discussion sur la question de savoir si on le veut ou pas, Messieurs les conseillers aux Etats Chiesa et Minder, n'a formellement rien à voir avec cette motion - d'un point de vue politique, c'est une autre discussion.
Si le Conseil fédéral décide de signer l'accord, il examinera dans quelle mesure les droits de participation du Parlement, du peuple et des cantons peuvent être renforcés dans la mise en oeuvre de l'accord institutionnel. C'est pourquoi le Conseil fédéral propose d'adopter la motion.
J'entre maintenant un peu dans les détails techniques de la motion. En ce qui concerne la question des droits de participation, il est important de distinguer deux domaines, à savoir d'une part la reprise par la Suisse des développements pertinents du droit de l'Union européenne et, d'autre part, la participation de la Suisse à l'élaboration du développement du droit de l'Union européenne - c'est ce qu'on appelle dans le jargon le "decision shaping".
Par rapport à la reprise par la Suisse de l'évolution du droit de l'Union européenne, les droits de participation et de décision du Parlement, du peuple et des cantons sont déjà aujourd'hui clairement définis dans nos normes constitutionnelles. Les compétences constitutionnelles et juridiques existantes et le droit de participation du Parlement, des cantons et du peuple sont et seront pleinement respectés de toute manière.
En ce qui concerne le deuxième élément, le "decision shaping", la situation n'est pas aussi claire. C'est pour cela que le Conseil fédéral vous invite à adopter la motion, parce que cette question devrait être éclaircie. M. Lombardi avait [PAGE 1212] correctement vu que cela aurait été nécessaire le moment venu. Donc pour ce qui concerne la participation, selon la base juridique actuelle, le Conseil fédéral est responsable du positionnement de la Suisse. Le Conseil fédéral, dans le "decision shaping", est celui qui prend les devants.
Im Rahmen des institutionellen Abkommens würde die[NB]Schweiz mit der dynamischen Rechtsübernahme grundsätzlich eine Verpflichtung zur Übernahme von relevantem EU-Recht in den vom institutionellen Abkommen betroffenen Marktzugangsabkommen - und nur in diesen, zurzeit sind es fünf - eingehen. Gleichzeitig würden der Schweiz bei der Erarbeitung von neuem relevantem EU-Recht gestaltende[NB]Mitspracherechte gewährt; das ist eben das "decision shaping". Im Falle einer Unterzeichnung des institutionellen Abkommens wird der Bundesrat prüfen, inwieweit im Rahmen dieses Mitspracherechts die Mitwirkungsmöglichkeiten von Parlament, Kantonen und Volk - insbesondere das Mitspracherecht des Parlamentes - bei der Erarbeitung von EU-Recht gestärkt werden könnten. Im Moment würde die diesbezügliche Beteiligung des Parlamentes via Information und Konsultation der Aussenpolitischen Kommissionen gemäss Artikel 152 des Parlamentsgesetzes erfolgen. Im Falle eines Abschlusses des institutionellen Abkommens wird der[NB]Bundesrat konkret den Ausbau der Beteiligungsmöglichkeiten des Parlamentes prüfen, zum Beispiel durch eine Verbesserung des Informationsflusses an das Parlament.
Zudem sieht das institutionelle Abkommen die Schaffung eines gemischten parlamentarischen Ausschusses vor, der aus Parlamentarierinnen und Parlamentariern der[NB]Bundesversammlung und des Europäischen Parlamentes zusammengesetzt sein wird. Das ist in Artikel 16 des Entwurfes vorgesehen. Dieser Ausschuss kann seine Position in Form von Berichten und Resolutionen einbringen. Dieser Ausschuss wird insbesondere auch die Rechtsentwicklung in der EU besprechen und antizipieren können. Der Bundesrat wird auch eine stärkere Mitwirkung der Kantone beim "decision shaping" gemäss Artikel 55 der Bundesverfassung und dem Bundesgesetz über die Mitwirkung der Kantone an der Aussenpolitik prüfen.
Einen Vergleich dazu bietet die spezifische Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen in der Schengener Zusammenarbeit. Wir haben also schon ein Modell, wie das funktionieren könnte. Es ist das Schengener Abkommen, wo wir beim "decision shaping" dabei sind. Eine solche Überprüfung wird aber erst noch erfolgen, falls wir dann so weit sind.
Der Bundesrat teilt somit die Anliegen der Motion grundsätzlich. Es ist jedoch wichtig, dass eine Erweiterung der Mitwirkungsmöglichkeiten von Parlament und Kantonen beim "decision shaping" in Übereinstimmung mit der in der[NB]Bundesverfassung vorgesehenen Trennung der Kompetenzen zwischen Bundesrat, Parlament und Kantonen erfolgt. Dies ist auch die Grundlage dafür, dass das[NB]Parlament[NB]bei einer späteren Verabschiedung der EU-Rechtsentwicklung seine Rolle gemäss den verfassungsmässig vorgegebenen[NB]Entscheidverfahren wahrnehmen kann. Sie sehen also, dass es hier zwei Momente gibt: vor dem[NB]Entscheid des Bundesrates im "Decision shaping"-Prozess und nach dem Entscheid des Bundesrates im gewöhnlichen parlamentarischen Prozess.
Bei der Frage der allfälligen Stärkung von Mitspracherechten in der Umsetzung des institutionellen Abkommens handelt es sich um ein politisch zentrales Anliegen, wo im Falle eines Abschlusses des institutionellen Abkommens effektiv Klärungsbedarf besteht. Darum beantragt der Bundesrat die Annahme der Motion.
Über seine Entscheide zu den Skigebieten werden Sie hingegen am Freitag nach der Bundesratssitzung informiert werden.