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Schmid Martin · Ständerat · 2021-03-03

Schmid Martin · Ständerat · Graubünden · FDP-Liberale Fraktion · 2021-03-03

Wortprotokoll

Als Kommissionssprecher möchte ich einfach noch etwas klarstellen: Es wurde jetzt in der Ratsdebatte gesagt, dass das Kontingent von 170 Millionen Litern ausgeschöpft worden sei. Das stimmt nicht; seit 2001 wurden die Kontingente nie ausgeschöpft. Man hätte also immer mehr ausländischen Wein importieren können, als man tatsächlich importiert hat. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben also entschieden und auch dem einheimischen Wein eine Chance gegeben.

Ich möchte hier als Vertreter des Standes Graubünden auch offenlegen, dass unser Weinbau in den letzten Jahrzehnten eine enorme Entwicklung durchgemacht hat. Die Weinproduzenten sind sehr erfolgreich am Markt und finden Konsumenten, welche sehr hohe Preise für die Weine bezahlen. Ich würde es unglaublich schade finden, wenn man ein solch erfolgreiches System jetzt durch einen staatlichen Eingriff wieder zunichtemachen und andere Signale setzen würde.

Ich bin aber auch dafür - ich hatte vergessen, das als Kommissionssprecher anzufügen -, dass man vonseiten des Bundesrates auch die Bestrebung der Branche zur Selbsthilfe unterstützt. Die Branche sieht eben Lösungen vor, damit sie die Probleme angehen und in den Griff bekommen kann. Die Vereinigung Schweizer Weinhandel hat mit dem Schweizerischen Weinbauernverband und mit den Kantonen Massnahmen ergriffen. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass das der richtige Weg ist. Diesen können wir unterstützen. Aber die Motion führt uns auf Irrwege.