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Fasel Hugo · Nationalrat · 2002-12-11

Fasel Hugo · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2002-12-11

Wortprotokoll

Frau Egerszegi sagt, es fehle die pharmakologische Ausbildung. Das ist doch gerade ein Argument dafür, diesen Schritt zu machen, weil diese Verbesserung sonst ohnehin nie möglich wird. Es scheint, dass es nötig ist, über das Gesetz die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir das, was wir wollen, auch erreichen, nämlich eine genügende pharmakologische Ausbildung.

Zum Zweiten, zu Herrn Stahl. Herr Stahl hat gesagt, wir würden zum x-ten Mal das Anliegen, Generika zu verschreiben, einbringen. Das heisst noch lange nicht, dass wir in der Sache nicht Recht haben, Herr Stahl. Das zeigt beim Gesundheitswesen höchstens, dass wir gegen eine gewaltige Lobby ankämpfen, die mit Gesundheitspolitik nichts zu tun hat. Sie haben wahrscheinlich auch viele Zuschriften erhalten, wie wir alle. Die Chemie kämpft natürlich bis zum bitteren Ende gegen jede Möglichkeit, den Patientinnen und Patienten Generika, günstigere Produkte, abgeben zu können. Das ist der Hintergrund. Wenn wir es immer wieder versuchen, dann gerade deshalb, weil wir meinen, gegen das Abgeben von Generika könne man vom medizinischen Standpunkt her nicht antreten. Es gibt höchstens ökonomische Gründe, und die reibt uns die Chemie immer wieder unter die Nase. Sie will natürlich lieber die grosszügigen Preise der Standardprodukte einkassieren.

Herrn Stahl hätte ich auch noch gerne gesagt, als Drogist, aber auch für die Apotheker: Der Antrag wäre auch eine Berufsaufwertung. Das müsste man auch noch positiv ins Feld führen, dass der Beruf der Apothekerinnen und Apotheker durch diesen Antrag etwas aufgewertet würde.

Ich bitte Sie deshalb, der Minderheit Goll zuzustimmen.

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