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Aebi Andreas · Nationalrat · 2021-09-27

Aebi Andreas · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2021-09-27

Wortprotokoll

Genau heute vor zwanzig Jahren wurden im Zuger Kantonsparlament vierzehn Regierungsrats- und Parlamentsmitglieder von einem Attentäter ermordet. Achtzehn weitere Ratsmitglieder und Medienvertreter wurden verletzt. Es war eine Tat, die das ganze Land erschütterte: Gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter wurden in Ausübung ihres Amtes Opfer eines Verbrechens. Es war ein Anschlag nicht nur auf vierzehn Menschen, nicht nur auf das Zuger Kantonsparlament und die Kantonsregierung, es war ein Anschlag auf unser Land, unsere demokratischen Institutionen und ihre Vertreterinnen und Vertreter, ein Anschlag auf unser Selbstverständnis und auf unsere Werte. Gewalt, Hass, Drohungen und Angst sind Gift für unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben. Das galt damals, und das gilt heute.

Unser Respekt und unsere Gedanken gehören den Opfern von damals, ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie ihren damaligen Ratskolleginnen und Ratskollegen, zu denen vier unserer heutigen Ratskollegen aus dem Kanton Zug zählen: Im Nationalrat sind es Gerhard Pfister und Manuela Weichelt, im Ständerat sind es Peter Hegglin und Matthias Michel. Was damals geschah, soll uns daran erinnern, wie wertvoll und gleichzeitig verwundbar unsere friedliche und demokratische Form des Zusammenlebens ist.

Wir gedenken der Verstorbenen:

- Peter Bossard, Regierungsrat/Statthalter;

- Jean-Paul Flachsmann, Regierungsrat;

- Monika Hutter, Regierungsrätin;

- Herbert Arnet, Kantonsratspräsident;

- Martin Döbeli, Kantonsrat;

- Karl Gretener, Kantonsrat;

- Heinz Grüter, Kantonsrat;

- Konrad Häusler, Kantonsrat;

- Dorly Heimgartner, Kantonsrätin;

- Erich Iten, Kantonsrat;

- Kurt Nussbaumer, Kantonsrat;

- Rolf Nussbaumer, Kantonsrat;

- Käthi Langenegger, Kantonsrätin;

- Willi Wismer, Kantonsrat.

Unsere Gedanken sind auch bei all denjenigen, die psychisch und physisch schwer betroffen sind und die Narben dieser abscheulichen Tat ein Leben lang in sich tragen. Ich bitte Sie, sich zu einem Moment der Stille und des Gedenkens zu erheben.[GZ]

[VS][GZ]

Der Rat erhebt sich zu Ehren der Verstorbenen [GZ]

L'assistance se lève pour honorer la mémoire des défunts