Häberli-Koller Brigitte · Ständerat · 2021-12-06
Häberli-Koller Brigitte · Ständerat · Thurgau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2021-12-06
Wortprotokoll
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur unseres Rates hat die vorliegende Motion an der Sitzung vom 26. Oktober 2021 beraten und empfiehlt Ihnen mit 9 zu 3 Stimmen, diese abzulehnen. Eine Minderheit, die ihre Ansicht nachher begründen wird, beantragt, die Motion anzunehmen.
Die Kommission anerkennt die Bedeutung der Freiwilligenarbeit für Jugendliche, lehnt die vorliegende Motion jedoch ab. Die Kommissionsmehrheit verweist darauf, dass die Organisationen, die sozioprofessionelle Austauschaktivitäten anbieten, weiterhin über das Kinder- und Jugendförderungsgesetz unterstützt werden und so unabhängig vom European Solidarity Corps zahlreichen Jugendlichen einen freiwilligen Auslandsdienst ermöglichen können. Ich verweise hier als Beispiel auch auf eine Medienmitteilung aus dem Jahr 2017. Sie legt eben auch die Strategie von Bund und Kantonen mit dem Vorspann dar: "Die Strategie Austausch und Mobilität soll dazu beitragen, dass Austausch und Mobilität selbstverständliche Teile von Bildungs- und Arbeitsbiografien sowie von ausserschulischen Aktivitäten werden. Ziel ist eine qualitative und quantitative Stärkung von Austausch und Mobilität."
Die Kommission ist zudem der Ansicht, dass die Teilnahme an einem neuen Programm der Europäischen Union im allgemeinen Kontext der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU betrachtet werden muss.
In den Augen der Minderheit ist es wichtig, die Motion zu unterstützen, um sicherzustellen, dass junge Schweizerinnen und Schweizer weiterhin Zugang zu den qualitativ hochwertigen und vielfältigen Programmen haben. Wie gesagt, die Minderheit wird ihre Standpunkte selber begründen.
Ich bitte Sie mit der deutlichen Kommissionsmehrheit, diese Motion abzulehnen.