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Glarner Andreas · Nationalrat · 2022-03-03

Glarner Andreas · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-03-03

Wortprotokoll

Diese Initiative will also, dass wir kein Erdöl, kein Benzin, kein Diesel und kein Erdgas mehr brauchen dürfen. Der Etikettenschwindel beginnt schon im Namen "Gletscher-Initiative". Lesen Sie den Text selbst; das Wort "Gletscher" kommt schlicht gar nicht vor. Man will einfach die Bevölkerung täuschen. Aber natürlich, damit soll der Bevölkerung eben suggeriert werden, man rette mit einer Annahme dieser Initiative unsere Gletscher.

Zu glauben, dass die Schweiz den Klimawandel ernsthaft beeinflussen könne, ist schlicht naiv, bösartig und, verzeihen Sie mir, auch dumm. 97 Prozent des CO2-Ausstosses sind von der Natur gemacht, nur 3 Prozent werden von den Menschen verursacht. Für diese 3 Prozent menschengemachte CO2-Emissionen sind China mit rund 27 Prozent und die USA mit rund 18 Prozent verantwortlich. Die Schweiz hat im weltweiten Ländervergleich einen CO2-Ausstoss von rund 0,1 Prozent. Global gesehen ist dies doch ein verschwindend kleiner Anteil. Trotzdem haben wir natürlich unsere Hausaufgaben gemacht und unseren CO2-Ausstoss massiv gesenkt. Alles, was die Schweiz an CO2 produziert, lässt China in den ersten acht Stunden des 1. Januars eines neuen Jahres in die Luft. Und sollte wieder einmal ein Vulkan auf die Idee kommen, auszubrechen, dann sind unsere Bemühungen gerade für Jahrzehnte für die Katz.

Chaoten von Extinction Rebellion, Klimaträumer, Schulstreiker und die meisten ihrer Gefolgsleute hier im Parlament haben doch nur ein Ziel, und sie schreiben es ja sogar auf ihre Spruchbänder: "system change" statt "climate change". Sie wollen also unser System wechseln, lahmlegen und uns in die Steinzeit zurückbefördern. Ein hervorragender Ingenieur hat den Dieselmotor erfunden, und Schulstreiker wollen ihn nun abschaffen.

Gerade heute zeigt sich, dass sich die Befürchtungen der SVP bezüglich Energieversorgung in praktisch jedem Punkt bewahrheiten und noch viel schneller als damals von uns aufgezeigt eintreten. Trotz des massiven Ausbaus der Fotovoltaik droht nun, auch wegen der ungebremsten Zuwanderung, eine Stromlücke von rund 40 Terawattstunden. Diese Lücke kann nicht alleine mit erneuerbarer Energie aus Fotovoltaik und Wind kompensiert werden, dies schon darum nicht, weil diese Energieträger leider nur fluktuierend produzieren. Im Winter kommt die Fotovoltaik gerade einmal auf einen Siebtel der Leistung, also ausgerechnet dann, wenn die Wärmepumpen ein bisschen Strom bräuchten.

Das Risiko von Strommangellagen, das grösste Risiko für die Schweiz, mit Hunderten von Milliarden Franken Kostenfolgen, kommt direkt auf uns zu. Gestern um 13.45 Uhr importierte die Schweiz netto 2350 Megawatt Strom, das rund Sechsfache der Leistung des mittlerweile stillgelegten Kernkraftwerks Mühleberg. Die Schweiz steht also jeden Tag vor einem möglichen Kollaps der Stromversorgung, und es ist keine Frage, ob dieser Kollaps eintreten wird, sondern nur noch wann. Die Ironie der Geschichte ist ja jetzt, dass wir wegen Ihrer völlig verfehlten Energiepolitik nun Gaskraftwerke brauchen werden.

Selbstverständlich will und wird auch die SVP mithelfen, den CO2-Ausstoss zu begrenzen, und sie will auch unserer Umwelt Sorge tragen, dies aber durch freiwillige Massnahmen, durch gezielte Investitionen und nicht durch Verbote und Umsetzung links-grüner Träumereien, welche uns geradewegs ins Verderben führen werden. Dieses Verderben ist nämlich, ganz im Gegensatz zu den diffusen Befürchtungen der Klimaangstmacher, absolut absehbar und in Griffweite. Und es sind notabene die gleichen Kreise und Träumer, welche von einer friedlichen Welt träumten und unsere Armee abschaffen wollten - und nun folgt das böse Erwachen. Dieses Erwachen im Energiebereich möchten wir uns und unseren Kindern ersparen.

Wir lehnen deshalb diese unsinnige Initiative ab.

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