Brunner Thomas · Nationalrat · 2022-03-17
Brunner Thomas · Nationalrat · St. Gallen · Grünliberale Fraktion · 2022-03-17
Wortprotokoll
Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, weil die Keimzellenspende bei Männlein und Weiblein tatsächlich nicht das Gleiche ist, weder bezüglich Ausführung noch bezüglich Risiken. Es ist für Frauen sehr viel anspruchsvoller.
Heute werden aber bei Fruchtbarkeitsbehandlungen z. B. für die In-vitro-Fertilisation Keimzellen entnommen, und zwar gleich genügend, da schon ein Eingriff gemacht wird. Wenn die Behandlung gelingt, werden die übrigen Keimzellen vernichtet, auch wenn die Frau, der sie entnommen wurden, sie gerne spenden würde; dies ist nicht zulässig. Das wäre z. B. eine sinnvollere Verwendung. Es ist zu sagen, dass es auch nicht ohne Risiko ist, wenn Sie heute Ihrer Schwester eine Niere spenden wollen. Aber Sie werden nicht ins Ausland verwiesen - und wenn das so wäre, würde das Risiko dadurch nicht kleiner.