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Geissbühler Andrea Martina · Nationalrat · 2022-06-15

Geissbühler Andrea Martina · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-06-15

Wortprotokoll

Vor gut zwei Jahren hielten wir die Session in der Bernexpo-Halle ab. Dort debattierten wir täglich über die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Probleme im Zusammenhang mit Corona. Wöchentlich wurden nicht Millionen, sondern Milliarden Franken gesprochen und ausgegeben. Als Mutter von drei Kindern habe ich mich damals gefragt, welchen riesigen Schuldenberg wir den kommenden Generationen hinterlassen werden. Nun stehen wir vor Corona-Schulden von rund 35 Milliarden Franken. Einen solchen Schuldenberg hat keine Generation vor uns den Nachkommen hinterlassen.

Wir müssen uns nun überlegen, wie wir diese Schulden wieder abbauen wollen. Dazu werden schmerzhafte Einsparungen und Sparmassnahmen notwendig sein. Wir Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind für die getroffenen Massnahmen und die gesprochenen Gelder verantwortlich. Selber haben wir, anders als viele andere, immer den vollen Lohn für unsere Arbeit einstecken können. Mit dem Verzicht auf jährlich 6000 Franken pro Ratsmitglied könnten wir einen symbolischen Beitrag zum Abbau des Schuldenbergs leisten. Im Nationalrat würde das jährlich die Summe von 1,2 Millionen Franken ergeben.

Ich weiss, dass es sich bei meiner parlamentarischen Initiative um einen Tropfen auf den heissen Stein handelt. Wir werden überall Sparmassnahmen vornehmen müssen, die jeweils einen nur kleinen Beitrag ausmachen. Aber aus vielen kleinen Beiträgen wird am Ende ein grosser Beitrag. Es ist einfach, fremdes Geld grosszügig auszugeben. Zeigen wir gegen aussen, dass wir auch bereit sind, einen kleinen eigenen Beitrag zur Tilgung der grossen Schulden zu leisten.

Ich bitte Sie, meiner parlamentarischen Initiative Folge zu geben. Das würde uns gut anstehen.