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Tuena Mauro · Nationalrat · 2022-09-14

Tuena Mauro · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-09-14

Wortprotokoll

Die Kommissionssprecherin der deutschen Sprache, Frau Lilian Studer, hat faktisch etwa drei Wörter zur Meinung der Minderheit und etwa tausend Wörter zur Meinung der Mehrheit gesagt. Ich habe immer gedacht, eine Kommissionssprecherin sollte etwas ausgewogen berichten, darum nenne ich jetzt noch die ganzen Gründe, die eine Kommissionsminderheit dazu bewogen haben, das Ansinnen der Motion abzulehnen.

Ich möchte Ihnen doch sagen, dass auch die Kommissionsminderheit die Arbeit der Frauen anerkennt; es ist mir wichtig, dass Sie das wissen. Aber der eine Punkt - und das ist sicherlich so - sind die Finanzen. Sie wollen jetzt etwas Zusätzliches in die Kulturbotschaft aufnehmen. Ich möchte Ihnen einfach sagen, dass wir in einer Zeit, in welcher wir - Sie haben das Interview mit dem Finanzminister auch gelesen - mit den Ausgaben wirklich aufpassen müssen, allenfalls Wünschbares, das mag in Ihrem Sinne so sein, von wirklich Nötigem unterscheiden müssen. Ich kann Ihnen sagen: Im Rahmen der Kulturbotschaft ein Haus der Frauen einzurichten, erachten wir in keiner Art und Weise als wirklich nötig; dies zum Thema der Mehrkosten.

Zu einem zweiten Teil haben Sie jetzt nicht gesagt, wie wir in der Kommission argumentiert haben. Die Frage stellt sich, ob den Frauen mit einem expliziten Frauennetzwerk, so, wie Sie das vorhin beschrieben haben, geholfen wird. Ich glaube, wir leben in einer Zeit der Gleichberechtigung, völlig egal, ob [PAGE 1427] Mann oder Frau. Wir sind der Meinung, diese Hürden sollten eigentlich überwunden sein. Da ist es sicherlich nicht förderlich, wenn man jetzt wieder anfängt, explizit für die Frau irgendwelche Netzwerke, Museen oder Häuser - in diesem Fall ein Haus der Frauen - einzurichten.

Ich möchte Sie daher bitten, diese Motion abzulehnen.