Germann Hannes · Ständerat · 2022-09-27
Germann Hannes · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-09-27
Wortprotokoll
Ich könnte die Diskussion jetzt natürlich auf die ganze Schweiz ausdehnen. Solche Situationen gibt es eigentlich überall. Wahrscheinlich könnte aus jedem Kanton jemand ein Klagelied singen, warum es gerade zu viel Verkehr hat. Ich will darauf verzichten. Ich gebe Ihnen nur eine Zahl aus dem Kanton Schaffhausen bekannt. Wir haben auch eine Stadttangente und damit eine Durchfahrt, den Fäsenstaubtunnel. Dort verkehren 30[NB]000 Fahrzeuge pro Tag. Irgendwie kriegt man diese durch. Es kommt manchmal schon zu Stau, vor und nach dem Tunnel. Wenn es zu einem Unfall kommt, ist das Chaos natürlich ebenfalls perfekt.
Aber irgendetwas am Gotthard läuft auch nicht optimal. Dort fahren vergleichsweise nicht so viele Fahrzeuge durch. Deshalb erstaunt mich die Situation angesichts der Zahl von täglich 16[NB]000 oder 18[NB]000 Fahrzeugen etwas. Es würde sich ja um deutlich weniger Fahrzeuge als am Fäsenstaubtunnel handeln. Es muss also auch noch an irgendetwas anderem hapern.
Wir haben diesen Umgehungsverkehr auch, wenn die Durchfahrt voll ist. Dann fahren die Leute durch die Dörfer und die Quartierstrassen, sogar durch 30er-Zonen. Diese Begleiterscheinungen gibt es überall. Eigentlich müsste das Hauptproblem mit einer Verflüssigung des Verkehrs auf den Hauptachsen angegangen werden. Eine solche erkenne ich im Kanton Uri eben nicht. Bei uns scheint das gut zu klappen; dafür verdient das ASTRA auch gute Noten. Diese Regimes funktionieren. Man kann auch gemeinsam nach Lösungen suchen. Das sollte in diesem Fall auch getan werden, auch wenn ich respektiere, dass die Situation in diesem engen Tal in Uri natürlich eine andere ist.
Aber in diesem Sinn bin ich gespannt auf die Ausführungen von Bundesrätin Sommaruga, vielleicht auch noch zur Frage, warum es denn ausgerechnet am Gotthard so hapert, obwohl die Frequenzen ja tiefer als beispielsweise bei der Stadttangente Schaffhausen sind.