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Gutzwiller Felix · Nationalrat · 2003-03-10

Gutzwiller Felix · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-03-10

Wortprotokoll

Ich glaube, diese Gefahr besteht wirklich nicht. Ich denke, Sie halten in Ihren schriftlichen Begründungen zu Recht fest, dass zukünftig Fragen der Unterversorgung durchaus ein Thema sein können und dass die Problematik der Unterversorgung in Zukunft eine reelle ist. Ich kann aber schwerlich nachvollziehen, wie das Bestehen von Patientenverfügungen, die den autonomen Willen eines Patienten oder einer Patientin, solange sie urteilsfähig ist, ausdrücken sollen und diesen Willen gerade schützen sollen, dazu führen soll, dass im Bereich der Unterversorgung etwa von älteren Menschen, wie Sie das angesprochen haben, ein "slippery slope"-Effekt zustande käme, wenn wir das aus anderen Debatten übernehmen würden. Das ist ein Effekt, der dazu führen würde, dass man eher Probleme hätte im Bereich der Unterversorgung.

Ich glaube, das sind zwei ganz unterschiedliche Probleme. Das eine hat zu tun mit der Patientenautonomie und dem Schutz dieser Autonomie und der persönlichen Sicherheit, die ich als Patient und Patientin haben kann, dass mein Wille auch beachtet wird. Das andere ist ein generelles Problem der zukünftigen, drohenden Rationierungsfragen, die mit ganz anderen Instrumenten angegangen werden müssen, wie ich das gesagt habe. Wir haben dieses Thema in der Kommission nicht vertieft. Ich bin aber doch eher überzeugt, dass die Kommission diese beiden Probleme auf ganz unterschiedlichen Ebenen sehen würde.

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