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Weyeneth Hermann · Nationalrat · 2003-03-19

Weyeneth Hermann · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-03-19

Wortprotokoll

Der Vorgang ist immer derselbe: Wer in den Markt will, schreit nach Wettbewerb, wer im Markt drin ist, tut alles, um den Wettbewerb zu verhindern. Das ist auch hier etwa die Ausgangslage. Ich gehe davon aus, dass ich mich in diesem Parlament für das Wohl des ganzen Volkes einzusetzen habe und mich, soweit ich Bauernvertreter bin, für das Einkommen der Landwirtschaft und nicht für jenes der Fleischhändler einzusetzen habe. Das ist einmal eine Voraussetzung.

Vor vier Jahren war das Kriterium der Schlachtungen das ausschlaggebende Kriterium für die Verteilung dieser Kontingente. In der Zwischenzeit hat ein Prozess stattgefunden wie überall: Kleinere Metzger sind nicht mehr in der Lage, in ein neues Schlachtlokal zu investieren, und sobald sie nicht mehr selber schlachten, erhalten sie keine Kontingentszuteilungen mehr. Das einmal in Bezug auf die innergewerbliche Zuteilung. Diese Kontingente müssen sie dann kaufen, das möchte ich klar gesagt haben.

In Bezug auf das Ganze ist in den letzten vier Jahren wegen den schlechten Fleischpreisen des Öfteren an Artikel 5 erinnert worden. Obschon ich mir klar bewusst bin, dass diese Änderung auch Risiken beinhaltet, bitte ich Sie im Interesse der Landwirtschaft, nicht noch mehr Marktanteile an das Ausland zu verlieren. Ich habe noch nie einen Konsumenten gesehen, der wegen der Gemüse- oder Kartoffelpreise ins Ausland gefahren wäre, um dort einzukaufen. Der Lockvogel für solche Einkäufe im Ausland sind eindeutig die wesentlich tieferen dortigen Fleischpreise und unsere schwache Wettbewerbsfähigkeit. Hier geht es darum, der Landwirtschaft ihre Marktanteile durch eine Neuerung des Systems zu erhalten und sicherzustellen.

Ich bitte Sie deshalb, bei Absatz 1 der Mehrheit zu folgen und bei Absatz 1bis dem Antrag der Minderheit Baader Caspar zuzustimmen und somit auch den Entscheiden des Parlamentes des Bauernverbandes Rechnung zu tragen.