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Michel Matthias · Ständerat · 2023-06-14

Michel Matthias · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion · 2023-06-14

Wortprotokoll

Ich möchte mich zugunsten des Postulates aussprechen, und zwar aufgrund der Erfahrung, die ich als Zuger Regierungsrat zusammen mit vielen anderen Kollegen, die heute auch im Rat sind, gemacht habe. Wir waren vor fast fünfzehn Jahren Mitgründer des Metropolitanraums Zürich: die Kantone Zürich, Thurgau, Aargau, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Zug, Luzern sowie 110 Städte und Gemeinden.

Die Gründung des Metropolitanraums Zürich geht auch auf Initiativen des Bundes zurück. Ein paar Jahre zuvor definierte das ARE eine neue Raumkategorie, den Metropolitanraum, und begrüsste, initiierte und unterstützte es, dass sich solche Räume über die kommunalen und kantonalen Ebenen hinaus bilden - nicht als neue institutionelle Kategorie, aber als Zusammenarbeitsräume -, im Wissen, dass wir die politgeografischen Grenzen überwinden müssen. Das hat gut geklappt, aber da und dort gibt es eben Grenzen, vor allem wenn es um das Ausland geht.

Hier finde ich es schon gut, wenn der Bundesrat im Sinne des Postulates den Wert der von ihm initiierten Zusammenarbeit aufzeigt, und zwar in ganz verschiedener Hinsicht. Es wurden Beispiele aus dem Bereich Gesundheit und Kultur genannt, es gibt auch Beispiele aus dem gesellschaftlichen und ökonomischen Bereich. Wir wissen heute, dass der Standortwettbewerb weniger zwischen Kantonen oder Nationen spielt und mehr zwischen Metropolitanräumen. Es gibt den Raum Stuttgart, den Raum Milano, das "bassin lémanique", den Raum Zürich usw. Nur schon um den Wert der Kategorie des Metropolitanraums aufzuzeigen, die weit mehr als eine raumplanerische Kategorie ist, und um Chancen für die Zukunft zu ermöglichen, lohnt es sich meiner Meinung nach, das Postulat anzunehmen.

In diesem Sinne bitte ich Sie, auch aufgrund der guten Erfahrung mit dem Metropolitanraum Zürich, dieses Postulat zu unterstützen.