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Rösti Albert · Bundesrat · 2023-06-15

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2023-06-15

Wortprotokoll

Geschätzte Frau Nationalrätin Munz, das Bild des Mehrfamilienhauses ist schlicht falsch. Es ist auch nicht so, dass es keine Bedingungen betreffend Fenster gibt; das äussere Erscheinungsbild muss gleich bleiben, d.[NB]h., beim Scheunenteil können Sie nicht einfach beliebig Fenster ausbauen. Deshalb ist ein Mehrfamilienhaus nicht möglich.

Wenn Sie mich zudem fragen, weshalb ich von einem Studio oder einer Einliegerwohnung spreche, dann ist es genau deshalb, weil ich x solche Beispiele, die nicht möglich sind, selber gesehen habe. All die Gebäude, die ich vorhin erwähnt habe - Sie kennen diese Gebäude ja selber auch -, sind in der Regel relativ klein. Wenn es grössere sind, dann liegen sie vielleicht im Emmental, dann sind es diese grossen Bauernhäuser, bei denen die Dächer fast bis auf den Boden hinunterreichen und wo kaum Sonne reinkommt. Da werden Sie sehr eingeschränkt sein.

Ich will Ihnen hier nichts Falsches vormachen. Was aber wirklich falsch ist, ist das kolportierte Bild eines Mehrfamilienhauses, wo plötzlich sieben Familien auf einem Bauernbetrieb leben. Genau deshalb habe ich vorhin auch die Frage von Herrn Nationalrat Müller abschlägig beantwortet. Wir sind uns alle einig darüber, dass wir nicht neben jedem Tierhaltungsbetrieb, jedem Pferdebetrieb bauen können. Aber die bestehende Bausubstanz - es ist doch so einfach! - braucht keine zusätzliche Fläche, keinen Quadratmeter mehr Land. Lassen Sie doch diese Möglichkeit offen.