Candinas Martin · Nationalrat · 2023-09-29
Candinas Martin · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-09-29
Wortprotokoll
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind am Ende der 51. Legislaturperiode angelangt. Zwar werden wir alle in den kommenden zwei Monaten noch einige Kommissionssitzungen erleben, aber unser Rat hält heute seine letzte Sitzung in dieser Zusammensetzung ab.
29 Mitglieder unseres Rates werden bei den nächsten Wahlen nicht mehr für den Nationalrat kandidieren. Dieser letzte Tag der Legislatur ist daher ein besonderer Tag. Er ist der Moment, um Abschied zu nehmen und zu würdigen.
Die 51. Legislaturperiode endet, wie sie begonnen hat, in einem unruhigen Klima auf internationaler Ebene. Vor unserer Haustür ist der Krieg ausgebrochen. Viele Staaten stehen vor grossen wirtschaftlichen Herausforderungen. Schneller als erwartet sind Energieengpässe zum Problem geworden. All diese Ereignisse haben uns daran erinnert, wie sehr das Schicksal der Schweiz mit dem unserer Nachbarn und dem Rest der Welt verbunden ist.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Rat ausscheiden: Sie haben Ihr Mandat mit Leidenschaft und Enthusiasmus ausgeübt, jeder nach seinem Temperament. Sie haben debattiert, diskutiert, oft überzeugt, manchmal gewonnen, aber auch oft verloren. Sie wissen nicht mehr, wie viele Stunden Sie in Sitzungen verbracht haben, wie oft Sie abgestimmt haben, wie viele Entscheidungen Sie nach bestem Wissen und Gewissen getroffen haben. Einige Momente waren intensiv, andere langatmig. So ist das parlamentarische Leben. Sie verlassen das Parlament, nachdem Sie Ihr Bestes für das Gemeinwohl und den Wohlstand unseres Landes gegeben haben. Dafür danke ich Ihnen von Herzen.
Einige Worte zum Ablauf der Verabschiedungen: Ich bitte das betroffene Ratsmitglied, sich zu erheben, wenn ich den Namen aufrufe. Ich schlage vor, dass wir jedes Mal der jeweiligen Kollegin oder dem jeweiligen Kollegen applaudieren, aber dass wir uns erst am Ende der Verabschiedungen zu einer abschliessenden stehenden Ovation erheben. (Heiterkeit) Es geht auch um die Zeit.
Dass ich mit einem ehemaligen Nationalratspräsidenten, mit Andreas Aebi, anfange, hat nichts mit Protokoll zu tun, sondern einzig und allein mit dem Alphabet! (Heiterkeit) Der Berner SVP-Politiker Andreas Aebi ist seit 2007 Mitglied unseres Rates, und dies mit grossem Engagement. Inhaltlich widmete er sich insbesondere der Aussenpolitik und Themen im Bereich der Landwirtschaft und der Förderung der KMU. Andreas Aebi ist ein vielseitiger Mensch: Er ist nicht nur Politiker, sondern auch Landwirt, Auktionator, Reiseunternehmer und Ornithologe. Im Jahr 2021 präsidierte er den Nationalrat mit Stolz und Freude und leitete dabei die Verhandlungen souverän, umsichtig und mit starker Hand, nach dem Motto "Führung von vorne". Unvergessen für die Teilnehmenden war in seinem Präsidialjahr ein Ausflug der Botschafter in seine Heimat, das schöne Emmental. Andreas Aebi ist durch seine bodenständige, herzliche und umgängliche Art äusserst beliebt und populär. Er hat keine Allüren, ist authentisch, frühmorgens auf seinem Betrieb in der Melkerbluse oder abends im Anzug bei einem offiziellen Anlass. Ein konkreter und bleibender Erfolg gelang dem Nationalratspräsidenten und passionierten Vogelfreund, als er gegen alle Widerstände und denkmalpflegerische Bedenken durchsetzte, dass an der Bundeshausfassade Nistkästen für Alpen- und Mauersegler montiert wurden. (discurra sursilvan) Cordial engraziament, Andreas Aebi, per tes grond engaschi per noss pajais. (Applaus)
Der Sozialdemokrat Angelo Barrile wurde 2015 auf Anhieb in den Nationalrat gewählt. Als Secondo ist er in zwei Kulturen gross geworden. Aufgewachsen ist er im zürcherischen Pfungen, wo er sich mit zwanzig Jahren auch einbürgern liess. Zur Landschaft und den Verwandten in Süditalien hat er noch immer enge Beziehungen. Aus seinen beiden Kulturen hat er das Beste mitgenommen. Von seinem Naturell her ist Angelo Barrile Neuem gegenüber offen, engagiert und geht auf die Menschen zu. Er mag die Menschen. Als praktizierender Hausarzt liegt ihm ein soziales Gesundheitswesen am Herzen. Weitere Schwerpunkte seiner politischen Arbeit liegen in der Migrationspolitik, den Bürgerrechten und einer toleranten, nicht diskriminierenden Gesellschaft. Besonders hervorheben möchte ich seinen bemerkenswerten Einsatz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Angelo Barrile wird geschätzt als kompetenter und fröhlicher Mensch und Kollege. Nach einer gesundheitlich schwierigen Zeit will er sich wieder mehr als Arzt für die Menschen einsetzen. Es sei Zeit, schreibt er, auf sein Herz zu hören und sich an neue Herausforderungen zu wagen. (discurra sursilvan) Char Angelo, cordial engraziament per tes grond engaschi per nossa Svizra. (Applaus)
Prisca Birrer-Heimo aus dem luzernischen Rothenburg ist seit Mai 2010 ein aktives Mitglied unseres Rates und der SP-Fraktion. Ursprünglich als Lehrerin tätig, bildete sie sich zur Wirtschaftsingenieurin weiter. Ihre politischen Schwerpunkte lagen bei den Themen Wirtschaft, Finanzen und Steuern. Beharrlich, kompetent und pragmatisch, mit dem Blick für das Machbare, engagierte sich Prisca Birrer-Heimo für eine gerechte Wirtschafts- und Steuerpolitik. Sie ist lösungsorientiert und sucht nicht das Rampenlicht. Sie kommuniziert gerne mit den Menschen und hat die Gabe, klar und verständlich zu argumentieren. Als langjährige Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz waren ihr Transparenz, faire Preise und der Schutz der persönlichen Daten ein besonderes Anliegen. In der Freizeit ist unsere Kollegin gerne sportlich unterwegs. Ausdauer und ein langer Atem sind ja auch in der Politik nützlich. Ein besonderer Erfolg war für sie die Revision des Kartellrechts vor zwei Jahren. Bereits zehn Jahre zuvor hatte sie in einem Vorstoss die nun realisierte Regelung gegen unzulässige Preisdifferenzierungen verlangt. (discurra sursilvan) Chara Prisca, er a tai cordial engraziament per tes grond engaschi per noss pajais. (Applaus)
Ancien directeur de l'Union suisse des paysans de 2002 à 2020, Jacques Bourgeois s'est engagé avec conviction pour le monde agricole pendant seize ans. Fils d'agriculteur, lui-même ingénieur agricole, il a été un des principaux relais du monde agricole traditionnel et n'a jamais cessé de défendre les intérêts des familles paysannes. Le libéral-radical fribourgeois s'est notamment battu pour le moratoire sur les OGM et contre le "littering". Ses collègues disent de lui qu'il est très compétent, toujours bien préparé et qu'il a été un excellent président de commission. Il a présidé la CEATE à deux reprises, de 2009 à 2011 et de 2021 à 2023. Il a contribué à l'aboutissement du contre-projet indirect à l'initiative pour les glaciers et à celui de la loi sur le climat et l'innovation, approuvée par le peuple en juin dernier. En outre, deux textes que nous voterons tout à l'heure portent sa marque. Il a déclaré que cela avait été un honneur de siéger au Conseil national pendant de nombreuses années. Cet amoureux de la montagne, qu'il parcourt en hiver à peau de phoque et en été à [PAGE 2097] vélo, se réjouit de retrouver du temps pour lui-même et sa famille. Cher Jacques, merci beaucoup pour ton travail pour notre pays. (Applaudissements nourris)
Der St. Galler GLP-Politiker Thomas Brunner wurde 2019 in den Nationalrat gewählt. Ein Presseartikel nach seiner Wahl bezeichnete ihn treffend als "Inbegriff eines Grünliberalen". Von Beruf ist der studierte Naturwissenschafter Klimatologe. Er arbeitete in der Privatwirtschaft als Umweltingenieur und in der kantonalen Verwaltung als Lufthygieniker. Thomas Brunner gehörte zu den Gründungsmitgliedern der St.[NB]Galler Grünliberalen und vertrat seine Partei während vieler Jahre im St. Galler Stadtparlament. Politische Arbeit heisst für ihn, Verantwortung zu übernehmen, insbesondere für die Umwelt und künftige Generationen. Dabei sehe er sich nicht als "Schauläufer", wie er einmal sagte, sondern als einer, der mithelfen will, unaufgeregt, pragmatisch und sachorientiert Ergebnisse zu erarbeiten. Thomas Brunner ist auch kein Freund der sozialen Medien. Er kommt ohne eigene Homepage und ohne Facebook aus - er begegnet seinem realen Umfeld lieber direkt und legt Wert auf gegenseitigen Respekt. Als leidenschaftlicher Velofahrer, Schwimmer und Segler ist er gerne an der frischen Luft, wofür nun wieder mehr Zeit bleibt. (discurra sursilvan) Char Thomas, cordial engraziament per tia lavur a Berna. (Applaus)
Il liberale-radicale ticinese Rocco Cattaneo ha prestato giuramento in seno al nostro Consiglio durante la sessione invernale del 2017, in seguito all'elezione di Ignazio Cassis al Consiglio federale. Ancora prima dell'inizio della sessione, si era fatto notare per un'impresa fuori dal comune: l'ex ciclista professionista ha voluto iniziare il suo mandato pedalando dalla sua casa di Bironico, presso il Monte Ceneri, fino a Berna, per un totale di 250 chilometri percorsi in otto ore. Ha colto così l'occasione per chiedere maggiore sicurezza per i ciclisti e migliori vie ciclabili. Successivamente, ha contribuito a fare in modo che la promozione della bicicletta fosse iscritta nella Costituzione federale. Oltre all'impegno a favore del traffico ciclistico, l'imprenditore ed economista aziendale si è dedicato in modo altrettanto determinato e perseverante a migliorare le condizioni quadro economiche e si è dimostrato sempre molto attento alle questioni di sicurezza, a una politica energetica sostenibile e a soddisfare le richieste del cantone Ticino. È una persona cordiale e affabile che non ha bisogno di mettersi in mostra. Ora, però, desidera tornare ad essere più attivo sul piano imprenditoriale e dedicare più tempo alla famiglia, agli amici e ai suoi interessi personali. Caro Rocco, grazie mille per il tuo impegno a Berna! (Acclamazioni)
Yvette Estermann, Ärztin, Beraterin und seit Neuestem auch brevetierte Armeeseelsorgerin, ist in der ehemaligen Tschechoslowakei aufgewachsen. Vor 16 Jahren wurde sie mit dem Slogan "erfrischend anders" auf der SVP-Liste des Kantons Luzern auf Anhieb in den Nationalrat gewählt. Yvette Estermann bezeichnet sich selbst als Patriotin, welche die Schweizer Traditionen und insbesondere die Freiheit und die Demokratie schützen und bewahren will. Einige von Ihnen mögen sich an ihre schöne Luzerner Tracht erinnern, die sie auch zu ihrer Vereidigung 2007 trug. Dank Yvette Estermann ist das Parlamentsgebäude auch deutlicher erkennbar. Auf ihren Vorschlag hin flattern seit nun acht Jahren auf den Südtürmen des Parlamentsgebäudes dauernd je eine Schweizerflagge. Der ehemalige Bundesrat Ueli Maurer beschrieb Yvette Estermann anlässlich einer Buchpublikation als "charakterfeste, zuverlässige und fleissige Politikerin [...], die sich mit Überzeugung und Herzblut, aber immer mit Fröhlichkeit und Liebenswürdigkeit für ihre Anliegen einsetzt". Ihr Pflichtbewusstsein lässt sich auch statistisch erhärten: In der Legislatur 2011-2015 hat sie an 99,8 Prozent aller Abstimmungen im Rat teilgenommen - für Yvette Estermann eine Selbstverständlichkeit; das sei man den Wählerinnen und Wählern schuldig, meinte sie. (discurra sursilvan) Chara Yvette, cordial engraziament per tes engaschi per nossa patria. (Applaus)
Die Aargauer Sozialdemokratin Yvonne Feri blickt auf zwölf Jahre im Nationalrat zurück, in denen sie aktiv, mit viel Ausdauer und Energie mitgearbeitet hat. Mit klarer Haltung engagierte sich die gelernte Kauffrau vor allem in der Sozial- und Gesundheitspolitik und in Fragen der Gleichstellung und des Schutzes von Benachteiligten. Sie setzte sich auch für eine bessere Vereinbarkeit von Politik, Beruf und Privatleben ein. Yvonne Feri kommuniziert gern mit Menschen, innerhalb und ausserhalb des Ratssaals, und zwar so, dass sie verstanden wird. Mit ganzer Kraft setzte sie sich für sozial schwache Menschen ein, die Nachteile oder Unrecht erleben, für Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Ihnen gab sie eine überzeugende und wichtige Stimme im Parlament. Dank ihrer Hartnäckigkeit und Kompetenz konnte Yvonne Feri auch für zahlreiche Vorstösse Mehrheiten finden und Verbesserungen erreichen, etwa bei den Themen Stalking oder Kinderschutz. In einem Interview hat sie gesagt, sie freue sich, dass nun wieder mehr Zeit für Sport, für Musik und Tanz oder für den Aufenthalt in der Natur bleibe. (discurra sursilvan) Chara Yvonne, cordial engraziament per tia lavur qua en il Cussegl naziunal. (Applaus)
Die Zürcherin Doris Fiala wurde vor 16 Jahren auf der FDP-Liste erstmals in den Nationalrat gewählt. Mit grosser Leidenschaft und Freude, mit Herz und Verstand setzte sie sich für eine liberale und freiheitliche Politik ein. Die Inhaberin eines eigenen Beratungsbüros bezeichnet sich auf ihrer Website als "Frohnatur, krisen- und stresserprobt, lösungsorientiert und teamfähig". Authentisch, kompetent, mit Humor und kämpferisch vertrat sie ihre Anliegen. Dabei scheute sich die "Grande Dame" nicht, sich für ihre Überzeugung zu exponieren. Eine Kollegin meinte einmal, sie debattiere wie ein Vulkan. (Heiterkeit) Lauwarm ist tatsächlich nicht die Lieblingstemperatur von Doris Fiala. (Heiterkeit) Einen grossen Einsatz leistete sie als Aussenpolitikerin in ihrer zwölfjährigen Tätigkeit als Mitglied der Schweizer Delegation im Europarat. Dort engagierte sie sich als Präsidentin der Kommission für Migration, Flüchtlingswesen und Vertriebene sowie als Wahlbeobachterin. Dabei setzte sie sich dezidiert für Menschenrechte und Demokratie ein. (discurra sursilvan) Chara Doris, cordial engraziament per tes engaschi e nus giavischain a tai dapli temp per l'Engiadina. (Applaus)
Der Freisinnige Kurt Fluri ist seit 2003 Mitglied des Nationalrates. Er ist in vielen politischen Themenfeldern bewandert, unter anderem beim Landschaftsschutz, der Verkehrs- und Kulturpolitik. Ein besonderes Interesse lag bei den staatspolitischen und verfassungsrechtlichen Fragen. Manche bezeichneten den Juristen als "staatspolitisches Gewissen" des Nationalrates. Bei der schwierigen Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative 2016 war er wesentlich dafür verantwortlich, dass eine mehrheitsfähige Lösung gefunden werden konnte. Kurt Fluri ist ein leidenschaftlicher Politiker. Er sei, so sagte er, von der Politik "angefressen", sie sei eigentlich sein Hobby. Und politische Entscheide betreffen alle Bereiche des Lebens. Diese Freude an der Politik und seine bewundernswerte Arbeitsdisziplin ermöglichten es ihm, das Nationalratsmandat, sein langjähriges Stadtpräsidentenamt in Solothurn und die Zeit für seine fünf Kinder unter einen Hut zu bringen. Seine Anliegen vertrat er stets sachlich, ruhig und kompetent. Wir schätzen Kurt Fluri als zuverlässigen, engagierten und hilfsbereiten Kollegen. Als Politiker, so meinte er einmal, brauche man eine dicke Haut, aber man dürfe nicht unsensibel sein. (discurra sursilvan) Char Kurt, cordial engraziament per tes grond engaschi per nossa patria. (Applaus)
2007 wurde die Berner SVP-Politikerin Andrea Geissbühler erstmals in den Nationalrat gewählt. Beruflich hat sie reiche Erfahrung gesammelt: Aktuell arbeitet sie als Reitpädagogin, zuvor wirkte sie als Kindergärtnerin und später als Polizistin. Zudem ist sie auch Familienfrau und dreifache Mutter. Diese grosse Lebenserfahrung konnte Andrea Geissbühler auch in die Politik einbringen, wo sie unermüdlich und aktiv ein breites Themenfeld bearbeitete. Besonders engagierte sie sich in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung, Drogenpolitik, Asylwesen und Familienpolitik. Hier brachte sie ihre klare Haltung dezidiert, kompetent und glaubwürdig ein. Andrea Geissbühler war eine seriöse und gewissenhafte Nationalrätin, die ihr Amt ernst nahm. Von den Medien wurde sie in der letzten Legislatur als Abstimmungskönigin gefeiert, die in vier Jahren lediglich drei Abstimmungen verpasste - das ist weniger als ein Promille. [PAGE 2098] Nach ihrer Meinung hat die Wählerschaft ein Anrecht auf diese Zuverlässigkeit. Andrea Geissbühler ist zwar gerne hoch zu Ross, behandelt ihre Mitmenschen aber nicht von oben herab. Sie wurde im Rat geschätzt als umgängliche, frohe und gesellige Kollegin. (discurra sursilvan) Chara Andrea, er a tai cordial engraziament per tes engaschi per noss pajais. (Applaus)
Die Mitte-Politikerin Ida Glanzmann aus dem luzernischen Altishofen ist seit September 2006 Mitglied unseres Rates. Die ehemalige Pflegefachfrau, diplomierte Kauffrau und Unternehmerin engagierte sich von Beginn weg in der Sicherheitspolitischen Kommission, die sie auch klar, engagiert und mit eiserner Hand präsidierte. Ida Glanzmann ist eine gefragte und kompetente Sicherheitspolitikerin, auf deren Urteil man Wert legt. Sie ist ein aktives und geachtetes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Sie präsidierte auch die Schweizer Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der Nato. Als engagierte und seriöse Schafferin setzte sie sich in allen Bereichen für eine volksnahe Politik und realisierbare Lösungen ein. Für manche ihrer Vorschläge, vor allem im Sicherheitsbereich, konnte sie durch überzeugende Argumente Mehrheiten finden. Die Freude an der Politik und dem Debattieren sowie der Einsatz für die Öffentlichkeit dürften Ida Glanzmann im Blut liegen, ist sie doch die Ururenkelin des ehemaligen Entlebucher National- und Ständerates und ersten katholisch-konservativen Bundesrates Josef Zemp. (discurra sursilvan) Chara Ida, cordial engraziament per tes grond engaschi. Heute hat Ida Glanzmann zudem Geburtstag. Cordiala gratulaziun e tut bun. (Applaus)
Alois Gmür, der Mitte-Politiker aus Einsiedeln im Kanton Schwyz, ist seit 2011 Mitglied unseres Rates. Auf seiner Website beschreibt er sich als "bodenständiger Unternehmer und Familienmensch". Alois Gmür ist Braumeister in der eigenen Familienbrauerei und erfährt so täglich, wie wichtig gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die KMU sind. Der fünffache Vater setzt sich im Betrieb und in der Politik aktiv für ein familienfreundliches Umfeld ein. Auch die Natur und der Ausbau der erneuerbaren Energien sind ihm wichtig. Als sozialer und verantwortungsbewusster Politiker und Unternehmer pflegt und lebt Alois Gmür die christlichen Werte. Auch im unternehmerischen Handeln soll stets der Mensch im Vordergrund stehen, ist sein Credo. Im Nationalrat hat er sich insbesondere als Finanz- und Sicherheitspolitiker einen Namen gemacht. Alois Gmür ist umgänglich, gesellig und jasst hervorragend. (Heiterkeit) Auch wenn er stets Klartext spricht, ist er auch kompromissbereit. Nur bei der Qualität seiner Biere kennt er keine Kompromisse. (discurra sursilvan) Cordial engraziament, char Alois, per tes grond engaschi per nossa Svizra. (Applaus)
Die Thurgauer Sozialdemokratin Edith Graf-Litscher ist seit 2005 Nationalrätin. Mit Leidenschaft, Engagement und grosser Sachkenntnis bearbeitete sie ein breites Themenfeld. Besonders am Herzen lagen ihr in der Gesundheitspolitik ein Miteinander der Schul- und Komplementärmedizin, die Nachhaltigkeit auch in der digitalen Welt und ein starker Service public. Als ehemalige Betriebsdisponentin und langjährige Gewerkschafterin des Verkehrspersonals setzte sie sich auch energisch und wirksam für den öffentlichen Verkehr und die Interessen der Arbeitnehmerschaft ein. Ein solidarisches Miteinander, Fairness und Gerechtigkeit sind für Edith Graf-Litscher zentral in der Politik und im Leben. Stets geht sie offen, optimistisch und mit einer positiven Lebenseinstellung ans Werk. Bei vielen Bundesratswahlen warteten wir immer mit Spannung auf den Moment, in dem sie als Chef-Stimmenzählerin dem Präsidium das Wahlresultat überbrachte. Und viele von uns haben versucht, auf ihrem Gesicht das Ergebnis abzulesen - leider vergeblich. Sie war stets korrekt und zuverlässig. Ihre sympathische und frohe Art wurden geschätzt und halfen mit, immer wieder gute gemeinsame Lösungen zu finden. (discurra sursilvan) Chara Edith, cordial engraziament per tes grond engaschi per il Cussegl naziunal. (Applaus)
Le doyen d'âge de notre conseil, Jean-Pierre Grin, nous quittera après avoir passé seize ans sous la Coupole. Elu en 2007 sous les couleurs de l'UDC, l'agriculteur vaudois s'est notamment engagé pour l'autosuffisance alimentaire de la Suisse et la défense du monde paysan. Sa motion concernant l'exclusion de l'huile de palme de l'accord de libre-échange avec la Malaisie lui tenait particulièrement à coeur; elle a échoué pour une voix à la chambre des cantons. Il a par contre réussi à relever les déductions pour les primes d'assurance dans le cadre de l'impôt fédéral direct après dix ans de travail acharné, certainement grâce à ses qualités de "faiseur de ponts" comme l'avait qualifié la presse alémanique. Sa bonhommie en a fait un parlementaire apprécié de tous. Le 16 mars prochain, il ne fêtera plus son anniversaire pendant la session de printemps dans le bureau du président du Conseil national, comme il en avait pris l'habitude depuis le COVID-19, mais chez lui à Pomy, dans son village du Nord vaudois dont il a été le syndic pendant de nombreuses années. Dans tous les cas, il continuera de veiller au grain, comme il le dit lui-même! Merci beaucoup, Jean-Pierre, pour ton grand travail pour la Suisse. (Applaudissements nourris)
Maire de son village de Courchavon-Mormont en Ajoie pendant onze ans, Jean-Paul Gschwind a d'abord soigné les animaux en tant que vétérinaire, avant de soigner les finances de la Confédération depuis 2011, année de son élection au Conseil national sous les couleurs démocrates-chrétiennes. En tant que membre de la Délégation des finances, il a d'ailleurs eu fort à faire avec les crédits liés à la crise du COVID-19, à celle de l'énergie et plus récemment à celle liée à la reprise de Credit Suisse par UBS. Il incarne la conscience financière de son groupe et du Parlement. Ses prises de parole sont toujours claires et exhaustives. L'ancien président de la Commission judiciaire a déclaré avoir la politique dans le sang depuis les débats enflammés sur la place d'armes de Bure en 1968 et en faveur de la création du canton du Jura. Séparatiste convaincu, mais sans appartenir au Groupe Bélier, l'élection au Conseil fédéral d'Elisabeth Baume-Schneider lui a rappelé les souvenirs du plébiscite jurassien et a couronné en apothéose sa carrière politique. Après trois législatures, l'Ajoulot tire sa révérence et laisse sa place à des forces plus jeunes, sans regret. Jean-Paul, merci beaucoup pour ton travail pour ton pays. (Applaudissements nourris)
Die Thurgauer SVP-Politikerin Verena Herzog arbeitet seit 2013 aktiv und kompetent in unserem Rat mit. Die gelernte Pädagogin und jetzige Administrationsleiterin in einer Arztpraxis engagierte sich insbesondere für den Erhalt oder die Stärkung eines Familienmodells, in dem die Eltern vor allem die Erziehungsverantwortung und Wertevermittlung wahrnehmen. In der Familienpolitik steht für Verena Herzog das Kindeswohl im Zentrum. Auch die Bildungspolitik, solide Sozialwerke, die Sicherung der Arbeitsplätze und ein gutes und bezahlbares Gesundheitswesen sind für sie wichtige Themen. Verena Herzog steht mit beiden Beinen auf dem Boden und vertritt ihre Anliegen glaubwürdig, klar und fundiert. Ihre Geradlinigkeit und ihre umgängliche Art wurden geschätzt, ebenso wie die spürbare Achtung für das Gegenüber. Ganz politabstinent wird Verena Herzog nicht. Weiterhin wird sie sich z.[NB]B. für eine Jugend ohne Drogen einsetzen. Aber es bleibt nun auch mehr Zeit für die eigene Familie, für die Enkel und ihren Naturgarten. (discurra sursilvan) Chara Verena, cordial engraziament per tes engaschi per nossa Svizra. (Applaus)
Peter Keller wurde 2011 in den Nationalrat gewählt, als erster Vertreter der SVP Nidwalden. Als einziger Nationalrat des Kantons Nidwalden vertritt er allerdings nicht nur seine Partei, sondern den ganzen Kanton Nidwalden und dessen Interessen in unserem Rat. Der Historiker, Journalist und Kommunikationsunternehmer engagierte sich insbesondere in den Themen Bildungspolitik, KMU, Asylpolitik und in staatspolitischen Fragen. Peter Keller ist ein bodenständiger und umsichtiger Politiker. Er versteht es, zu analysieren, zuzuhören und seine Ansicht klar und pointiert einzubringen. Dabei sucht er nicht das Rampenlicht. Er arbeitet gerne im Hintergrund, ist gut vernetzt und verlässlich. Schon als Kind lernte er auf dem Bauernhof seiner Verwandten, anzupacken und die Natur zu respektieren. Peter Keller ist auch ein vielseitiger Musiker. Vom Funk-Rock-Musiker und Keyboarder in einer Jugendband reicht sein Spektrum bis zur traditionellen Volksmusik, die er heute als aktiver Jodler bei den Stanser [PAGE 2099] Jodlerbuebe pflegt. (Heiterkeit) Auch die Bundeshaus-Band konnte schon von seinem Gesangstalent profitieren. Der Politik bleibt Peter Keller als Generalsekretär seiner Partei weiterhin erhalten. (discurra sursilvan) Char Peter, cordial engraziament per tes engaschi per nossa patria. (Applaus)
Roger Köppel ist für die heutige Sitzung entschuldigt. (Grosse Heiterkeit) Ich werde trotzdem etwas zu ihm sagen. Roger Köppel wurde 2015 und 2019 jeweils mit einem Spitzenresultat auf der Liste der SVP des Kantons Zürich in den Nationalrat gewählt. Eloquent und prononciert brachte er im Rat seine Ansichten ein. Sein Hauptaugenmerk lag auf der Europapolitik und der Selbstbestimmung der Schweiz. Roger Köppel, der Philosophie und Geschichte studiert hat, meldete sich aber auch gerne zu Wort, wenn es um Grundsätzliches ging. Seine Diskussionsbeiträge und Interventionen liessen kaum jemanden kalt. Roger Köppel liebt die Debatten und die Auseinandersetzung verschiedener Meinungen. Als Chefredaktor einer Schweizer Wochenzeitung setzte er eine lange Tradition von im Nationalrat politisierenden Chefredaktoren fort. Zu nennen wären etwa Willy Bretscher von der "NZZ", Peter Dürrenmatt von den "Basler Nachrichten" oder Ernst Nobs vom "Zürcher Volksrecht". Allerdings waren diese nicht auch noch Verleger ihres Blattes. Sein Unternehmen verlangt nun seine volle Aufmerksamkeit, weshalb er künftig die Schweizer Politik und die Ratsmitglieder wieder von aussen kritisch begleiten wird. (discurra sursilvan) Char Roger, cordial engraziament per tes engaschi per noss pajais. (Applaus)
Seit 2009 vertritt Martin Landolt als einziger Glarner Nationalrat seinen Kanton mit Freude und Stolz in der grossen Kammer. Er gehörte zu den Gründern der Bürgerlich-Demokratischen Partei Glarus und war ab 2012 Präsident der BDP Schweiz, bis diese im Jahr 2021 zur Mitte-Partei fusionierte. Der selbstständige Berater und Betriebsökonom setzte sich engagiert für eine freiheitlich-liberale Gesellschaft ein, für solidarisches Handeln, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, auch im Finanzbereich. Weiter ist ihm die Gesundheitspolitik ein wichtiges Thema. Martin Landolt wird geschätzt als sympathischer, geselliger und bodenständiger Kollege, der seine Anliegen sachlich, überlegt und auch mit einer Prise Selbstironie und kritischer Distanz einbringt. Als passionierter Jäger weiss er, dass es auch in der Politik Geduld und gezieltes Vorgehen braucht. In seiner Freizeit ist er zudem in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich tätig, etwa als Präsident des erfolgreichen Volleyballclubs Näfels, in dem er früher auch aktiv mitspielte. (discurra sursilvan) Char Martin, cordial engraziament per tes grond engaschi per noss pajais. (Applaus)
Die Sozialdemokratin Sandra Locher Benguerel, aufgewachsen im solothurnischen Bucheggberg, lebt und wirkt nun seit über zwanzig Jahren in ihrer Wahlheimat Graubünden. Dort ist sie voll integriert, lernt die rätoromanische Sprache und wurde 2019 von den Bündner Stimmberechtigten in den Nationalrat gewählt. Sie setzt sich mit grossem Engagement und Sachkenntnis für ihre Anliegen ein. Noch diese Woche hat sie Vorstösse eingereicht. Als kompetente und beliebte Lehrerin liegt ihr eine umsichtige und gute Bildungspolitik besonders am Herzen. Auch die Gleichstellungs- und die Kulturpolitik gehörten zu ihren Kernanliegen. Als Ausdauersportlerin weiss Sandra Locher Benguerel, dass es wie bei einem Berglauf auch in der Politik Ausdauer, Hartnäckigkeit und Konzentration braucht, um ein Ziel zu erreichen. Sie verstand es auch, auf andere zuzugehen, zuzuhören, um Brücken zu bauen. Ihre Kolleginnen und Kollegen schätzen ihre offene und unkomplizierte Art. Sandra Locher Benguerel hat sich entschieden, sich künftig mehr auf ihren Beruf als Lehrerin - sie ist auch die Lehrerin meines Sohnes - (Heiterkeit) und auf die Arbeit in der Geschäftsleitung des Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands zu konzentrieren. (discurra sursilvan) Cordial engraziament per tes grond engaschi en quests quatter onns. (Applaus)
Elu en 2007 au Conseil national, Christian Lüscher quittera notre conseil après seize ans. L'ancien vice-président du Parti libéral-radical n'a eu de cesse de se battre pour une Suisse forte et compétitive et contre la bureaucratie. Il a notamment présidé la Commission de l'économie et des redevances pendant la période du COVID-19. Une de ses autres fiertés est la révision du code de procédure civil qui doit permettre aux gens de comprendre le déroulement d'un procès. En vrai libéral, Christian Lüscher est un adversaire du dogmatisme. L'avocat genevois est décrit comme étant à la fois coriace au barreau et en politique, et charmant en privé, alliant humour potache et second degré. Il a d'ailleurs déclaré avoir eu la chance d'appartenir à la génération des parlementaires arrivés en 2007 pour laquelle une certaine magie avait opéré: les élus de tous bords s'entendaient bien et étaient à chaque fois ravis de se retrouver en session. Cela a enchanté sa vie parlementaire bernoise et celle de ses collègues. Ayant tant aimé le Parlement, il a concédé avoir bien fait d'annoncer son retrait en début de législature, sinon il serait bien reparti pour un tour, mais il faut savoir laisser la place à d'autres, qui viendront avec de nouvelles idées, dit-il. (discurra sursilvan) Char Christian, cordial engraziament per tes engaschi per noss pajais. (Applaus)
2003 wurde die Burgdorferin Christa Markwalder auf der Berner FDP-Frauenliste in den Nationalrat gewählt. Als eigenständige und konsequent liberale Politikerin und als Juristin mit Zusatzausbildung in allgemeiner Ökologie bearbeitete sie ein breites Themenspektrum. Sie machte sich insbesondere als weltoffene Aussenpolitikerin und als überzeugte Europäerin einen Namen. Christa Markwalder war mit grosser Freude und Leidenschaft Parlamentarierin. Sie agierte unverkrampft, selbstbewusst, mit Humor und ohne ideologische Scheuklappen. In bleibender Erinnerung ist vielen der Beginn der 50. Legislaturperiode, als Christa Markwalder mit ihrem Cello in einem überparteilichen Streichorchester die Session eröffnete. Musik habe viel mit Politik gemeinsam, sagte sie. Das Zusammenspiel, das Aufeinander-Hören sei wichtig, und auch in der Politik sei es "le ton qui fait la musique". Gleich nach dieser musikalischen Eröffnung wurde Christa Markwalder zur Ratspräsidentin für das Jahr 2015/16 gewählt. Diese Aufgabe nahm sie kompetent, engagiert, mit viel Geschick und mit einer natürlichen Autorität wahr. Sie stellte ihr Präsidialjahr unter das Motto "Respekt": Respekt vor dem Gegenüber und dessen Meinung, vor den politischen Institutionen und dem Völkerrecht - eine Leitlinie, die nach wie vor ihre Gültigkeit hat. (discurra sursilvan) Chara Christa, cordial engraziament per tes engaschi per noss pajais. (Applaus)
Elue en 2007 à l'âge de 34 ans, la socialiste vaudoise Ada Marra quitte notre conseil après 16 ans d'engagement sans faille en faveur des personnes précarisées, les sans-papiers et les sans domicile notamment. Elle vient d'ailleurs de publier un dernier rapport au nom du Conseil de l'Europe consacré aux sans-papiers, dans lequel elle dénonce l'exploitation de la misère en guise de testament politique. Membre de la Commission de l'économie et de la redevance, elle a accompagné, en s'en réjouissant, la fin du secret bancaire au début de son mandat. Fille d'immigrés italiens, l'ancienne vice-présidente du Parti socialiste a porté haut la voix des personnes issues de la migration. Après un travail de plusieurs années au Parlement, où le vote s'est joué à la voix prépondérante du président du Conseil des Etats, l'acceptation par le peuple et les cantons en 2017 de la naturalisation facilitée pour les étrangers de la troisième génération est l'un de ses principaux succès. Ada Marra est faite d'un seul bloc: elle est droite, entière et sans détours. Elle a les convictions chevillées au corps et les assume pleinement. Après la politique, elle a récemment déclaré qu'elle ferait quelque chose auprès des gens. Son engagement militant demeurera en dehors de Berne, car comme le disait sa grand-maman: "Se è tortora all'acqua torna." (Applaudissements nourris) (discurra sursilvan) Cara Ada, grazie mille e grazia fitg per per tes engaschi per noss pajais. (Applaus)
Après quatre ans passés sous la Coupole fédérale, Stefania Prezioso Batou a décidé de ne pas se représenter cet automne en raison de la difficulté à concilier son travail de professeure d'histoire contemporaine à l'Université de Lausanne et son mandat politique. Elue sur la liste d'Ensemble à gauche dans le canton de Genève, l'historienne reconnue internationalement pour son expertise sur le fascisme italien a siégé au sein de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture. Celle qui voulait être une lanceuse d'alerte n'a eu de cesse de relayer les revendications des [PAGE 2100] mouvements sociaux et des sans-voix, comme elle le dit, en déposant près de 120 interventions parlementaires, dont une majorité de questions et d'interpellations. Elle a pu faire avancer ses idées, notamment concernant la gratuité des transports publics, le droit du sol pour la nationalité ou l'intégration du deuxième pilier à l'AVS. Elle a connu le succès avec l'initiative parlementaire Prezioso 21.472, "Réhabilitation des Suisses ayant combattu dans la Résistance française", qui a été acceptée en commission. (discurra sursilvan) Chara Stefania, cordial[NB]engraziament per tes engaschi per nossa Svizra. (Applaus)
Marco Romano, politico ticinese dell'Alleanza del Centro, è stato eletto al Consiglio nazionale dodici anni fa. È la prova vivente che alle elezioni ogni voto conta, e che talvolta anche un pizzico di fortuna non guasta. Nel 2011 aveva infatti ottenuto esattamente lo stesso numero di voti di una collega di partito della sua lista ed era riuscito a conquistare il seggio in Consiglio nazionale grazie ad un sorteggio. Laureato in scienze politiche e sociali e padre di famiglia, Romano ha iniziato a fare politica sin da giovane, a Mendrisio, suo comune di domicilio. Ha lavorato come redattore e consigliere ed è attualmente direttore della Fondazione IPT Ticino, che promuove il reinserimento professionale. Il risoluto politico di milizia oggi presiede la Commissione delle istituzioni politiche; è anche un membro attivo della Commissione dei trasporti e delle telecomunicazioni. Ha esercitato il suo mandato di consigliere nazionale con grande dedizione e passione ed è stato straordinariamente attivo, riscontrando numerosi successi. Dei suoi 90 postulati, mozioni e iniziative parlamentari depositati, 20 sono stati accolti. Riguardavano temi disparati: sicurezza, migrazione, traffico, ricerca, questioni sociali. Il ticinese si è infine dimostrato vincente anche come un eccellente centrocampista della squadra di calcio del Consiglio nazionale, facendo gioco di squadra e portando a casa diversi gol. (discurra sursilvan) Char Marco, cordial engraziament per tes grond engaschi per nossa patria. (Applaus)
Pirmin Schwander aus Lachen im Kanton Schwyz ist seit 2003 Mitglied unseres Rates und der SVP-Fraktion. Der promovierte Ökonom und Unternehmer ist ein zielstrebiger Finanzpolitiker. Weiter waren und sind für ihn eine funktionierende Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit, eine eigenständige und unabhängige Schweiz und die Freiheit der Bürger und Bürgerinnen wichtige Themen. Pirmin Schwander ist ein gewissenhafter und zuverlässiger Nationalrat, der seine Anliegen stets sachlich und mit einer klaren Linie vertritt. Er hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Das ist mit ein Grund, dass sich Pirmin Schwander über all die Jahre hartnäckig und mit grossem Engagement für eine Verbesserung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts einsetzte. Aus Überzeugung half er auch privat mit Rat und Tat vielen Menschen in Not und schwierigen Situationen. Im FC Nationalrat war er zudem sportlich aktiv als begabter Aussenverteidiger. Pirmin Schwander verabschiedet sich lediglich vom Nationalrat, nicht von der Politik. Im Herbst kandidiert er nämlich für den Ständerat. (discurra sursilvan) Char Pirmin, cordial engraziament per tia lavur per noss pajais. (Applaus)
Der Berner Oberländer SVP-Politiker Erich von Siebenthal ist seit 16 Jahren Mitglied des Nationalrates. Als Bergbauer bewirtschaftet er zusammen mit seiner Familie seinen Hof, auf dem bereits seine Eltern arbeiteten. In einem Medienporträt wurde er treffend als "personifizierte Bodenständigkeit" charakterisiert. Er ist ein echter Milizpolitiker. Den Weitblick, den er hoch über dem Saanenland geniesst, bringt er auch in die politische Arbeit ein. Zentral ist für ihn die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz der Menschenwürde. Geradlinig, konsequent, eigenständig und mit grossem Engagement setzte sich Erich von Siebenthal neben Themen wie Tourismus, Gewerbeförderung und medizinische Versorgung insbesondere für die Berglandwirtschaft und für die Verwendung von einheimischem Holz ein. Dabei gelang es ihm immer wieder, dank seiner guten Vernetzung und seiner Hartnäckigkeit Mehrheiten für seine Anliegen zu finden. Wichtig ist für Erich von Siebenthal auch das christliche Fundament, das ihm persönlich und in der Politik die nötige Ruhe und Gelassenheit gibt. (discurra sursilvan) Char Erich, cordial engraziament per tes grond engaschi per noss pajais. (Applaus)
Walter Wobmann hat die SVP während 20 Jahren im Nationalrat vertreten. Dabei hat er in verschiedenen Kommissionen mitgewirkt. Dazu gehörten unter anderem die Aussenpolitische Kommission und die Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen sowie für Umwelt, Raumplanung und Energie. Walter Wobmann erzielte drei Siege bei Volksabstimmungen: Im Jahr 2009 wurde die Minarett-Initiative des Egerkinger Komitees angenommen, und vier Jahre später verhinderte ein Referendum, dass die Autobahnvignette verteuert wurde. Auch die Abstimmung zum Verhüllungsverbot hat er mit seinem Komitee 2021 gewonnen. Der gelernte Automechaniker leitet seit 2007 als Präsident die Föderation der Motorradfahrer der Schweiz und seit 2012 den Verband der Schweizerischen Busunternehmer. Er gründete 1991 die Solothurner SVP mit und war von 2012 bis 2013 deren Präsident. Seine Politik wurde geprägt von seiner Herkunft. Walter Wobmann ist nämlich im Entlebuch auf einem Bauernhof aufgewachsen. Die Jugendzeit prägte bei ihm den Sinn für Familienwerte, harte Arbeit und Naturverbundenheit. Diese Werte haben seine politische Arbeit geprägt, und er hat nie vergessen, wo er herkommt. (discurra sursilvan) Char Walter, cordial engraziament per tes grond engaschi. (Applaus)
Ich bin nun am Ende der Verabschiedungen angekommen und habe noch eine Mitteilung zu machen: Unser Ratssekretär, Pierre-Hervé Freléchoz, feiert heute auch Geburtstag - cordialas gratulaziuns! (Beifall)
Nun habe ich doch tatsächlich die Standing Ovation vergessen! Machen wir also eine Standing Ovation für alle abtretenden Kolleginnen und Kollegen. (Beifall, Standing Ovation)
(discurra sursilvan) Charas collegas e chars collegas dal Cussegl naziunal, preziadas dunnas e stimads signurs sin la tribuna, preziads tuts preschents. Wir haben soeben 29 Kolleginnen und Kollegen aus diesem Rat verabschiedet. Mit dem heutigen Tag geht die letzte Session dieser Legislatur zu Ende. Und so stehe auch ich zum letzten Mal als Nationalratspräsident vor Ihnen. Die neue Legislatur wird am[NB]4.[NB]Dezember vom Alterspräsidenten eröffnet.
Hiermit verabschiede ich mich heute von Ihnen als Präsident - aber hoffentlich nicht als Nationalrat. (Heiterkeit)
(discurra sursilvan) Charas collegas e chars collegas, da tut cor engraziel jau a Vus per Vossa confidenza, per Voss sustegn e per la collavuraziun er l'ultim onn. Il presidi dal Cussegl naziunal ha fatg a mai immens plaschair. Igl è stà il pli bel pensum politic che jau hai dastgà exequir.
Desidero ringraziarvi di cuore per la fiducia, il sostegno e la collaborazione durante l'anno appena trascorso. Essere presidente del Consiglio nazionale è stato l'incarico politico più bello che io abbia mai avuto il privilegio di svolgere.
Einen besonderen Dank möchte ich auch all jenen aussprechen, die sichtbar und weniger sichtbar sind, aber für das Funktionieren unseres Parlamentes eine ebenso unverzichtbare Rolle ausüben wie wir Ratsmitglieder.
A commencer par les visages connus et appréciés de notre secrétaire général, Philippe Schwab, de notre secrétaire du conseil, Pierre-Hervé Freléchoz, de notre secrétaire adjointe du conseil, Annina Jegher, et de tout le secrétariat général, de nos huissières et huissiers, de nos techniciens, de nos rédactrices et rédacteurs du Bulletin officiel.
Ich bedanke mich auch bei den Mitarbeitern des Fedpol, die rund um die Uhr für uns da sind; bei allen Mitarbeitenden im Bereich der Reinigung, die stets dafür schauen, dass dieses Haus strahlt und glänzt; bei allen Mitarbeitenden der Galerie des Alpes, die uns täglich umsorgen und mit ihrer Gastfreundschaft verwöhnen; bei allen Mitarbeitenden der Parlamentsdienste, die im Hintergrund wirken und die wir in der Regel kaum sehen, die aber unermüdlich für uns arbeiten.
Ebenso möchte ich meinem Heimatkanton Graubünden, den Gemeinden Disentis und Sumvitg und der Stadt Chur sehr herzlich für die Unterstützung im vergangenen Jahr danken. Sie haben meine Projekte und Ideen stets unterstützt und ermöglicht.
Ein grosser Dank geht auch an meine Familie. Sie musste auf viele gemeinsame Stunden, ja sogar auf Ferien mit mir verzichten. Ich danke meiner Frau Eliane, die bald kommt (Heiterkeit) - ich dachte, es gehe länger mit den Verabschiedungen. Aber auch meinen Kindern, die in der Schule sind, [PAGE 2101] danke ich von Herzen für ihre Geduld und für ihr Verständnis. Ende Jahr wird es ruhiger.
Auch meiner persönlichen Mitarbeiterin Franziska Lenz, die auch später kommt, mit meiner Frau, (Heiterkeit) meiner ganzen Familie und meinem Freundeskreis sowie den zahlreichen Menschen, die mich in diesem Präsidialjahr in irgendeiner Form unterstützt haben - und es waren viele -, ein grosses Dankeschön.
Zum Schluss, aber nicht weniger herzlich, danke ich meinem Vizepräsidenten und meiner Vizepräsidentin von Herzen. Eric und Maja haben mich jederzeit vorbehaltlos unterstützt und zum Gelingen meines Präsidialjahres sehr viel beigetragen. Wir waren ein Dreamteam, und das erleichtert vieles, bei der Sitzungsleitung, aber auch im Alltag. Ich wünsche dir, Eric - aber auch Maja, die mich seit Mittwoch an der Konferenz der europäischen Parlamentspräsidenten in[NB]Dublin[NB]vertritt -, von Herzen, dass euer jeweiliges Präsidialjahr ein voller Erfolg wird. Ihr habt das sehr verdient. Vielen Dank für alles!
An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die vorherigen Präsidenten und damit an meine Lehrmeister: Res Aebi und[NB]Irène Kälin, von euch durfte ich sehr viel lernen für dieses aussergewöhnliche Jahr.
Es ist eine einmalige Ehre und ein unglaubliches Privileg, unserer Schweiz in der Rolle als Nationalratspräsident dienen zu dürfen und unser ganzes Land nach innen und nach aussen zu repräsentieren. Als Nationalratspräsident muss man über dem politischen Tagesgeschäft stehen, neutral agieren und die politischen Überzeugungen für ein Jahr auf die Seite legen. Nur im Bewusstsein der bereichernden Vielfalt unseres Landes kann man unser Land als Einheit und das Parlament glaubwürdig vertreten. Ich habe diese Aufgabe sehr ernst genommen und mich stets bemüht, das Amt in den Vordergrund zu stellen und dieses mit Respekt, Einsatz und viel Freude auszuüben.
L'une des raisons pour lesquelles j'ai tant apprécié cette fonction est l'incroyable variété de rencontres qu'elle m'a permis de faire: des visites guidées avec les concitoyens les plus divers au Palais fédéral, la première session des personnes handicapées en Suisse, un large éventail de manifestations dans tout le pays, notamment une visite avec les ambassadeurs étrangers dans les Grisons, des visites de courtoisie et des rencontres avec les présidences des parlements d'autres Etats, en Suisse et à l'étranger. Toutes ces rencontres ont été extrêmement enrichissantes et instructives.
La coesione del nostro paese è forte, ma va coltivata. Molte persone sono preoccupate per il crescente divario nella nostra società. Da noi ci si aspetta che affrontiamo i temi politici veramente importanti e cruciali in modo costruttivo e puntando a soluzioni concrete.
Die Bevölkerung erwartet von uns, dass wir die Konkordanz, den Föderalismus und die direkte Demokratie bei unserer Arbeit stets achten. Das aktuelle Weltgeschehen zeigt uns, dass diese Staatsprinzipien, aber auch die Rechtsstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind, sondern ständig gepflegt, geschützt und weiterentwickelt werden müssen.
Die grosse Stärke unseres Landes ist, dass wir über stabile und leistungsfähige politische Institutionen verfügen. Dazu müssen wir Sorge tragen, aber auch zu unserer Streitkultur. Debatten sind Teil der Lösung, nicht des Problems. Sie sind zentral in unserem politischen System. Entscheidend ist und bleibt die gegenseitige Achtung und der gelebte Respekt.
Wir dürfen nämlich in einem faszinierenden, vielfältigen und viersprachigen Land leben. Die Vielfalt sehen wir als Stärke der Schweiz, und diese bildet eine Einheit. So müssen wir in Zukunft noch mehr das Miteinander und nicht das Neben- und Gegeneinander suchen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Schweizer Bevölkerung mit unserem politischen System zufrieden ist. Im Unterschied zu fast allen anderen Ländern haben wir mit unserer direkten Demokratie in der Schweiz ein Ventil, mit dem Kritik abgelassen und in positive Energie umgewandelt werden kann. Selbst wenn unser System nicht perfekt ist, bin ich nach wie vor überzeugt, dass es auf der ganzen Welt kein gerechteres, kein robusteres politisches System gibt als in der Schweiz.
Während meinen Aufenthalten im Ausland, insbesondere in Asien und Südamerika, habe ich erlebt, dass die Welt uns achtet, aber nicht auf uns wartet. Staaten wie Vietnam, Singapur oder Brasilien wollen wirtschaftlich aufschliessen. Sie interessieren sich für unsere wirtschaftlichen und politischen Erfolgsfaktoren, für Investitionen aus unserem Land und mehr Handel. Sie sind allesamt sehr ambitioniert und bewegen sich mit grossen Schritten vorwärts. Wollen wir unseren Wohlstand erhalten, müssen wir unseren Horizont erweitern und uns "gemeinsam, ensemble, insieme, ensemen" auf unsere Stärken besinnen. Ideologie, moderner Kulturkampf und die Pflege von Feindbildern haben dabei keinen Platz und schaden uns! Parlamentarische Arbeit leisten zu dürfen, ist eine Ehre mit grosser Verantwortung, der es gerecht zu werden gilt. - Und meine Frau ist eingetroffen; ich[NB]bin[NB]erleichtert.[NB](Beifall) Den Dank überbringe ich noch bilateral.
Obwohl mein Präsidialjahr noch bis zum 4. Dezember andauert, ist bereits jetzt klar, dass dieses Jahr für mich unvergesslich bleiben wird. Ich freue mich sehr auf die verbleibenden zwei Monate als Nationalratspräsident. Ich werde mich weiterhin darum bemühen, Ihre Erwartungen zu erfüllen und unser Land, speziell unseren Rat, in Ihrem Sinne bis zum Schluss zu vertreten.
Ich danke Ihnen nochmals von Herzen, dass Sie mir das Amt des Nationalratspräsidenten, dieses einmalige Privileg in unserem wunderschönen Land, anvertraut haben. Merci beaucoup! Grazie mille! Vielen Dank! Grazia fitg! (Stehende Ovation)