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Gafner Andreas · Nationalrat · 2024-03-12

Gafner Andreas · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-03-12

Wortprotokoll

Mit der Motion "Offenhaltung der Grünlandflächen in Hanglagen als Teil der Ernährungssicherheit" fordere ich den Bundesrat auf, Massnahmen zu ergreifen, um die Verwaldung und Verbuschung in Hanglagen zu stoppen. Diese Massnahmen sollen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und nicht aus dem aktuellen Agrarbudget finanziert werden. Dabei ist insbesondere die aufwendige Bewirtschaftung der Hanglagen zu berücksichtigen, die zumeist nur in Handarbeit oder mit kostenintensiver Mechanisierung erfolgen kann.

Bereits in der Zielsetzung der Agrarpolitik 2014-2017 wurde die Offenhaltung und Erhaltung der Berg- und Sömmerungsgebiete als wichtig eingestuft. Gerade Grünlandflächen in Hanglagen sind in Bezug auf die Biodiversität und als Produktionsgrundlage von grosser Bedeutung. Weiter ist die Bewirtschaftung dieser Flächen und damit die Offenhaltung massgebend für die attraktive Landschaft und somit auch relevant für den Tourismus. In den letzten 25 Jahren gingen trotzdem 5 Prozent dieser Flächen unwiderruflich durch Verbuschung und Verwaldung verloren. Dies entspricht immerhin der Fläche des Kantons Schaffhausen. Die Flächen liegen zumeist in Hang- und Steillagen. Dieser Trend soll mit meiner Motion gestoppt werden.

Die aktuellen Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung von GFS Zürich im Rahmen des Agrarberichtes haben gezeigt, dass insbesondere die Ernährungssicherheit in Krisenzeiten von der Bevölkerung als essenzielle Aufgabe der Landwirtschaft beurteilt wird. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, muss die Produktionsgrundlage in Hanglagen erhalten bleiben. Die bisher umgesetzten Massnahmen haben nicht zum erhofften Erfolg geführt.

Es ist dabei zu beachten, dass der Arbeitserschwernis in Steillagen besonderes Augenmerk geschenkt wird. In diesem Zusammenhang ist mir wichtig, dass nicht nur Hanglagen im Berggebiet berücksichtigt werden. Nein, es geht mir auch um die steilen Flächen im Talgebiet. Auf diesen Flächen ist aufgrund des hohen Anteils an Handarbeit und der hohen Mechanisierungskosten eine zusätzliche Unterstützung zwingend. Daher müssen neue Massnahmen ergriffen werden. Die Finanzierung der Massnahmen soll nicht durch eine Umverteilung der Mittel im heutigen Budget erfolgen, sondern durch eine Aufstockung. Ich fordere den Bundesrat auf, diese Forderung in die Planung der AP 2030 zu integrieren.

Ich danke Ihnen, wenn Sie meiner Motion zustimmen.

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