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Wasserfallen Flavia · Ständerat · 2024-05-27

Wasserfallen Flavia · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2024-05-27

Wortprotokoll

Ich bin mit meiner Vorrednerin einverstanden, wir müssen diese Diskussion unbedingt führen, da Kulturschaffende nun mal eine wirklich atypische Arbeitsrealität haben. Häufig sind sie nur sehr schwer in unser duales System integrierbar, in dem man entweder angestellt oder selbstständig ist. Eine weitere Schwierigkeit besteht zudem darin, dass Kulturschaffende in der Regel mehrere Jobs mit hybriden Formen kumulieren und diese häufig wechseln. Auch wenn sie gut ausgebildet sind, verdienen 60 Prozent von ihnen weniger als 3300 Franken pro Monat.

Natürlich kann man mit der Kulturbotschaft einen Informationsschalter einführen. Ich denke aber, dass der Situation mit Informationen allein nicht Genüge getan ist. Während der Covid-19-Pandemie haben wir ja alle gesehen und gespürt, dass es mit dem sozialen Netz für Kulturschaffende ein grundlegendes Problem gibt. Bereits erwähnt wurde das Postulat Maret Marianne 21.3281, "Wie steht es um die soziale Sicherheit der Kulturschaffenden in der Schweiz?". Darin sind Lösungen aufgeführt, die durchaus über den Informationsschalter hinausgehen. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht nur im Interesse der Kulturschaffenden liegt, dass wir hier mehr fordern. Wie weit wir dann gehen, muss vom Parlament diskutiert werden, das ist völlig klar.

Trotzdem: Die Kulturwirtschaft macht immerhin 2,1 Prozent des BIP aus, was mit dem Tourismus vergleichbar ist. Die Kulturwirtschaft beschäftigt etwas mehr als 6 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz.

Daher bin ich der Meinung, dass wir diesen Punkt in Artikel 13 Ziffer 64ter aufnehmen sollten.