Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · 2024-06-13
Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2024-06-13
Wortprotokoll
Meine Motion will nichts anderes, als dass der Bundesrat erstens einen Plan erarbeitet und zweitens Massnahmen definiert, um die landeseigene Ernährungsbasis zu stärken. Hierzu brauchen wir Infrastrukturen, und es muss in die Aufwertung der Böden investiert werden. Damit ist nämlich schlussendlich die Ertragssicherheit der Fruchtfolgeflächen gewährleistet.
Was bedeutet es, die landeseigene Ernährungsbasis zu stärken? Das bedeutet vielerlei. Das bedeutet zum einen, dass wir weniger abhängig werden vom Ausland und damit unsere eigene Landwirtschaft statt diejenige eines anderen Landes stützen. Das bedeutet zum andern aber auch, dass wir nach unseren Regeln und Qualitätsstandards produzieren. Das heisst, dass wir hierdurch die Landwirtschaftspolitik stärken, der wir den Vorrang gegeben haben. Das heisst, wir bestimmen, welche Regeln zu gelten haben. Damit schaffen wir mehr Ernährungssicherheit.
Warum ist das notwendig? Das ist ganz einfach. Wir haben heute einen Nettoselbstversorgungsgrad von knapp 50 Prozent. Aufgrund der Entwicklungen, die wir feststellen, wird dieser in den nächsten Jahren weiter abnehmen, was dazu führen wird, dass die Abhängigkeit vom Ausland bedeutend grösser wird und wir eben nicht Produkte, die nach dem schweizerischen Qualitätsstandard produziert werden, verzehren, sondern eben Produkte, die wir importieren und die diesen Standard oftmals nicht erfüllen.
Wollen wir dieser Abhängigkeit entgegenwirken, dann ist klar, dass es einen klaren Plan und Massnahmen braucht. Ich habe in meiner Motion beispielsweise eine aufgeführt. Gerade für die Ertragssicherheit sind die zunehmenden Hitze- und Dürrezeiten im Hochsommer ein Problem; das müssen wir nicht im Detail diskutieren, das ist klar. Und gerade für diese Perioden brauchen wir beispielsweise staatlicherseits den Zugang zu den nicht bereits anderweitig genutzten grossen Oberflächengewässern zur Wasserversorgung der Fruchtfolgeflächen. Das kann eine solche Massnahme sein, die hilft, die eigene Ertragssicherheit und damit die eigene Ernährungsbasis zu stärken.
Aktuell stellen wir einfach fest, dass dieser Plan fehlt. Aktuell stellen wir fest, dass zu wenig Massnahmen definiert sind. Damit ist die Abhängigkeit vom Ausland aktuell zu gross und die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu klein.
Aus diesem Grunde bitte ich Sie, meiner Motion zur gezielten Erweiterung der Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050 zuzustimmen und somit dafür zu sorgen, dass mehr in der Schweiz und mehr nach den schweizerischen Regeln produziert wird. Das müsste im Interesse sowohl von links, was die Qualität betrifft, als auch von rechts, was die Abhängigkeit vom Ausland betrifft, sein.
In diesem Sinne danke ich Ihnen, wenn Sie meiner Motion zustimmen.