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Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · 2024-09-26

Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2024-09-26

Wortprotokoll

Bildungsaustausch, Mobilität und Zusammenarbeit, ob national oder international, sind äusserst sinnvoll und haben ein grosses Potenzial für die Gesellschaft, fördern sie doch die Verständigung unter den Menschen, das gegenseitige Verständnis, das Kennenlernen von anderen Kulturen und Sprachen und damit auch eine Völkerverständigung. Gerade in kriegerischen, aufgehetzten Zeiten, in denen Schwarz-Weiss-Malerei an der Tagesordnung ist, Polarisierung und Feindbilder kreiert werden, ist ein solcher Austausch zentral. Sich kennenzulernen und ein neues Bild voneinander zu erhalten, weicht Vorurteile auf und ist ein Erproben eines friedlichen Zusammenlebens.

Gerade in der Schweiz mit ihren vier Sprachen, mit den verschiedenen Kulturen ist der Austausch auch national zentral für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für die Stärkung der nationalen Kohäsion. Gerade in der Zeit der Pubertät, der Festigung der eigenen Persönlichkeit, ist es wichtig, hilfreich und positiv formend, wenn man sich gegenseitig austauscht, sei es im schulischen Rahmen oder eben auch im ausserschulischen Rahmen. Es ist für uns deshalb erfreulich, dass explizit erwähnt ist, dass es nicht nur um den schulischen Austausch gehen soll, sondern auch um den ausserschulischen Bereich. Das Lernen im informellen Rahmen mit freiwilligem Engagement hat viel Potenzial; es ist für viele junge Menschen sehr viel bereichernder. Es erweitert den Horizont, es erweitert die Sprachkenntnisse und könnte von uns aus sehr gerne weiter ausgebaut werden, sodass es, wie wir das im Eintretensvotum gehört haben, einmal für alle möglich sein soll. Es fördert soziale, interkulturelle und kognitive Kompetenzen und formt zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Schliesslich gewährleistet es bessere[NB]Chancen[NB]auf[NB]dem[NB]Arbeitsmarkt. Deshalb wäre ein höherer, weiterer, breiterer Austausch für uns Grüne sehr wünschenswert.

Die Grüne Fraktion ist im Unterschied zum Vorredner mit der Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt einverstanden. Die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen ergibt hier aus unserer Sicht Sinn. Als eigene Rechtspersönlichkeit kann Movetia unabhängiger, einfacher agieren, kann sich langfristig klar ausrichten und die Rollen und Aufgaben auch klar formulieren. Wichtig dabei ist für uns, und das ist zum Glück in der Vorlage enthalten, dass weiterhin Anstellungsbedingungen gemäss Personalrecht des Bundes gewährt werden.

Wir sind also für Eintreten und danach für Zustimmung zum Entwurf. Ich hoffe, Sie machen mit uns mit.