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Stocker Simon · Ständerat · 2024-12-04

Stocker Simon · Ständerat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion · 2024-12-04

Wortprotokoll

Ich wollte eigentlich nichts sagen - ich wollte wirklich nichts sagen, aber ich muss Herrn Stark hier in die Realität zurückholen.

Ich weiss nicht, wie viele Personen hier drin Kita-Betreuung in Anspruch nehmen. Ich habe nicht vier Kinder wie Kollegin Crevoisier Crelier. Ich schaue in den Raum: Wahrscheinlich lässt sich an einer Hand abzählen, wie viele Personen hier Kita-Betreuung in Anspruch nehmen. Wenn immer möglich, machen wir das familiär. Meine Schwiegereltern sind in München zuhause; sie können diese Aufgabe nicht wahrnehmen. Es bleibt meine Mutter; die macht das, wenn immer möglich. Sie macht das gern, aber ich kann sie nicht fünf Tage in der Woche in Anspruch nehmen. Also müssen wir, wenn meine Frau und ich beide arbeiten wollen, Kita-Betreuung in Anspruch nehmen. [PAGE 1051]

Was Sie jetzt wollen, widerspricht der Grundidee dieser Vorlage. Die Grundidee dieser Vorlage ist die Finanzierung der ausserfamiliären Kinderbetreuung. Das gesellschaftliche und die Arbeit betreffende Problem ist ja, dass die Kosten für die Kita-Betreuung so hoch sind, dass z.[NB]B. ich oder meine Frau - in unserem Fall vielleicht eher meine Frau - nicht mehr arbeiten können, weil uns diese Kosten belasten. Jetzt hier eine Finanzierung der familiären Kinderbetreuung als neues Element ins Feld zu führen, ist der völlig falsche Ansatz. Dieses Problem besteht nämlich gar nicht, sodass wir es auch nicht lösen müssen. Wir müssen den ausserfamiliären Teil dieser Angelegenheit lösen. Daher würde ich Ihnen schon beliebt machen, hier, wo gar kein Problem besteht, keine Finanzierung vorzusehen und kein Kostenfass zu öffnen.

Es hiess noch, die gesellschaftliche Anerkennung von familiärer Betreuung würde unter dieser Sache leiden. Das kann ich wirklich nicht verstehen. Ich würde sehr gerne noch mehr von einer Sache in Anspruch nehmen, die mich nichts kostet. Aber es geht halt einfach nicht, weil das familiäre Umfeld entweder im Ausland ist oder im Alltag andere Bedürfnisse hat, wie viele andere Seniorinnen und Senioren das auch haben.

Also: Ich bitte Sie, hier nicht ein Problem lösen zu wollen, das nicht besteht. Konzentrieren wir uns auf den Kern dieses Anliegens und behandeln wir dieses.