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Egger Mike · Nationalrat · 2024-12-10

Egger Mike · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-12-10

Wortprotokoll

Gemäss Energiestrategie 2050 sollen Fotovoltaik und Windkraft bis ins Jahr 2050 die halbe Stromproduktion sicherstellen. Die Herausforderung dabei sind sicher die erheblichen Schwankungen bei der Stromproduktion, vor allem in den Wintermonaten. In den Wintermonaten sind die Produktionsschwankungen bei Fotovoltaik- und Solaranlagen sogar zwei- bis dreimal höher als in den Sommermonaten. Das führt dann zu entsprechenden Minderleistungen. Die Gründe dafür sind eine geringere Sonneneinstrahlung, der Neigungswinkel der Sonne, generell schlechtere Wetterbedingungen, die Temperaturunterschiede sowie die Schneeabdeckungen, welche wir im Winter eben haben. Darüber hinaus wird wegen der Zunahme der Wärmepumpen und Elektromobilität in Zukunft sicherlich auch der Verbrauch im Winter stärker ausfallen. Natürlich hängt die genaue Prognose des Anstiegs des Stromverbrauchs in der Schweiz bis 2050 aufgrund der Zunahme bei Elektromobilität und Wärmepumpen von verschiedenen Faktoren ab, auch von politischen Massnahmen, welche wir hier drin beschliessen, von den technologischen Entwicklungen und natürlich [PAGE 2293] von der Akzeptanz der neuen Technologien bei den Konsumentinnen und Konsumenten.

Wie bereits erwähnt, führen der Umstieg auf Elektromobilität und auch die Nutzung von Wärmepumpen zu einem höheren Stromverbrauch. Das sind alles gute Sachen, aber grundsätzlich muss hier einfach festgehalten werden, dass wir bis ins Jahr 2050 einen Anstieg um rund 10 bis 25 Terawattstunden erwarten. Das muss irgendwie bewältigt werden; dafür braucht es entsprechende Szenarien. Es ist wichtig, zu beachten, dass diese Schätzungen natürlich von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden können. Darunter sind die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung, Innovationen, die politische Unterstützung und die Entwicklung der Energieeffizienz. Zudem zeigt die aktuelle Situation drastisch, dass Strom- und Gasimporte in die Schweiz eben unsicher sein können, sofern die Nachbarländer selbst unter Knappheit leiden.

Um eine sichere und ausreichende Energieversorgung jederzeit zu gewährleisten, muss der Bund deshalb wissen, wie sich die Angebots- und die Nachfrageseite in Stressjahren verhalten. Eine stochastische Modellierung aller relevanten Angebots- und Nachfragekategorien unter Einbeziehung von Abhängigkeiten in stündlicher Auflösung ist aus unserer Sicht dafür wichtig. Dazu soll eben ein Fachbericht erstellt werden, damit wir wissen, was auf uns zukommt, wenn wir uns in solchen Stressjahren befinden.

Ich bitte Sie aus diesen Gründen, meinem Postulat zuzustimmen.