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Weichelt Manuela · Nationalrat · 2024-12-12

Weichelt Manuela · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion · 2024-12-12

Wortprotokoll

Ich möchte die Landwirte unter meinen Kollegen beruhigen: Nein, diese Motion wird Ihnen das Leben nicht erschweren. Sie betrifft nur die Hersteller von Saatgut. Es liegt an ihnen, ihre Produkte zu ändern und plastikfreien Alternativen den Vorrang zu geben. Wie der Bundesrat in seiner Antwort schreibt, gibt es solche Alternativen: Tonmineralien, Zellulose, Chitosan, Gummi usw. Also sollen sie diese bitte auch nutzen.

Diese Mikroplastiken, die das Saatgut umhüllen, stellen nicht die grösste Menge an Plastik dar, die jedes Jahr den landwirtschaftlichen Boden verschmutzt. Sie sind jedoch sehr eng mit der Pflanze und ihren Wurzeln verbunden. Neuere Studien zeigen, dass Wurzelgemüse wie Karotten und Kartoffeln Mikroplastik enthalten.

Ich erinnere daran, dass Mikroplastik nicht nur das Ökosystem beeinträchtigt, sondern auch eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit durch die direkte Kontamination von landwirtschaftlichen Kulturen darstellt. Jeder Tag, der vergeht, ohne dass wir die richtigen Massnahmen ergreifen, auch die kleinsten, ist ein verlorener Tag.

Die Annahme dieser Motion bedeutet, dass die Hersteller verpflichtet werden, plastikfreie Alternativen zu wählen. Die Annahme dieser Motion bedeutet, in die Qualität unserer landwirtschaftlichen Flächen zu investieren und langfristig die Schweizer Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen, aber auch, etwas für unsere Gesundheit und damit auch etwas für die Gesundheitskosten zu tun. Die Prämienerhöhung wird uns immer wieder in die Realität holen. Packen wir doch das Problem an der Wurzel und versuchen wir, Krankheiten zu vermeiden.

Besten Dank für die Unterstützung der Motion.