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Rösti Albert · Bundesrat · 2025-03-04

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2025-03-04

Wortprotokoll

Herr Nationalrat Knutti, danke für diese gute Frage; nein, es ist eine wichtige Frage. Beim Zubau von Strom steht die Versorgungssicherheit unseres Landes im Vordergrund. Ich habe immer gesagt, auch während der Diskussion um das Stromgesetz, dass es in den nächsten zehn Jahren neben dem Ziel, auch die fossilen Energieträger zu ersetzen, in erster Linie darum geht, sicherzustellen, dass wir immer genügend Strom haben.

Wie ich gesagt habe, geht es um etwa 5 bis 6 Terawattstunden, 10 Prozent der Versorgung für die Winterproduktion. Die wenigen alpinen Solaranlagen und Windanlagen, die dazu beitragen, leisten eben einen sehr wichtigen Beitrag. Auch wenn diese hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit teuer sein mögen, auch wenn die einzelne Anlage teuer sein mag bzw. wenn diese Anlagen nur mit den Fördergeldern, die das Volk beschlossen hat, rentabel sind, lohnt es sich immer noch mehr, als Reservekraftwerke zu bauen, die wir dann gar nie anstellen, weil sie nur für die Reserve sind. Diese brauchen wir auch, aber wenn wir nicht zubauen, brauchen wir deren Reserve noch viel mehr. Ich gebe Ihnen recht, die Bereitschaft der Bevölkerung, das ganze Land mit 1500 Windrädern zu überbauen, ist, glaube ich, nicht vorhanden. Das sehen wir anhand der Einsprachen. Wir sehen aber auch, dass ein Teil dieser Projekte durchaus akzeptiert wird, und dieser Teil wird uns in den nächsten paar Jahren über die Runden helfen, und mit dem Beschleunigungserlass schaffen wir das auch.

Ich bin einverstanden, dass die Bevölkerung, wenn sie das nicht will, Nein sagen kann. Aber diese paar, die akzeptiert werden, die brauchen wir, und da müssen die Kosten mit der Alternative Reservekraftwerke oder gar mit den Kosten eines Stromausfalls verglichen werden. Dann sieht die Rechnung wieder ganz anders aus. Die langfristige Diskussion, wenn es dann um 20 oder 40 Terawattstunden und um den Gegenvorschlag zur Blackout-Initiative geht, werden wir noch führen. Ich plädiere dafür, dass es mittelfristig alle Massnahmen braucht; über die langfristigen Massnahmen werden wir noch diskutieren.

Ich muss etwas kürzer sprechen, Frau Präsidentin; ich versuche es.