Gartmann Walter · Nationalrat · 2025-03-05
Gartmann Walter · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-03-05
Wortprotokoll
Ich habe mir lange überlegt, ob ich zu diesem Geschäft überhaupt sprechen soll. Über Geld spricht man bekanntlich nicht; man schätzt einfach das Glück, dass man das Geld hat, um es auszugeben.
Ich bin ein Landbewohner, und ich weiss, was es bedeutet, Geld zu verdienen. Bargeld ist Freiheit! Ich kann es nicht verstehen, dass man das Bargeld immer bekämpfen möchte. Tragen wir doch Sorge zu unserem bewährten und krisenresistenten Zahlungsmittel. Bargeld hat sehr viele Vorteile, auch für die Erziehung unserer Jugend, unserer Kinder. Man kann ihnen Geld geben, und sie können nur das ausgeben, was sie im Portemonnaie haben. Wie ist es heute? Schon in jungen Jahren haben viele Schulden, weil sie mit der Kreditkarte oder mit der sogenannten Jugendkarte, die sie bekommen haben, Geld abheben und weil ihr Konto, ohne dass sie es merken, meistens wieder auf null steht und vielfach sogar ins Minus geht.
Es ist wirklich so: Man kann mithilfe von Bargeld auch lernen, mit Geld umzugehen. Allgemein täte es manchem gut, wenn er wüsste, was wirklich ausgegeben wird. Zu leicht sagt man heute: dort eine Million, dort 10[NB]000 Franken, dort wieder etwas ausgegeben - weil man das Geld gar nicht mehr in der Hand hat, nicht mehr sieht. Früher hatte man eine Lohntüte, man wusste, was auszugeben ist. Heute ist es auf dem Bankkonto.
Ich bin nicht dagegen, dass moderne Zahlungsmittel wie Kreditkarten, Twint oder auch der elektronische Zahlungsverkehr einen Platz haben. Das begrüsse ich sogar sehr. Es ist aber auch so, dass wir uns nicht verblenden lassen und bedenken sollten, wo diese Systeme gesteuert werden. Einige werden in der Schweiz gesteuert, Twint zum Beispiel. Wenn ich aber schaue, wo die Kreditkarten herkommen, stelle ich fest: Sie kommen alle aus den USA. Die momentane Weltlage sagt uns, dass das sehr gefährlich ist. Wir sind plötzlich ausgeliefert, wir haben eine Überwachung, alles kann nachvollzogen werden, vielleicht auch Sachen, bei denen man das gerne nicht hätte. Einmal mehr wirft man das blindlings einfach hin, und erst in der Krise sieht man, was passiert.
Hätten wir vor zwei oder drei Jahren, als man die Munitionsfabrik verkaufte, gedacht, dass wir das heute alles bereuen würden? Genau so ist es mit diesen Zahlungsmitteln, mit dem [PAGE 84] Versuch, das Bargeld abzuschaffen. Es muss uns wirklich bewusst sein, dass die USA diese Systeme einfach stören und abstellen oder uns damit drohen könnten und dass sie uns mit anderen Gebühren Einhalt gebieten könnten. Das zeigt, wie gefährlich es ist, sich auf solche Systeme abzustützen und unser bewährtes Bargeld abzuschaffen.
Ich bin der festen Überzeugung: Wir können beide Systeme aufrechterhalten, wir können Twint fördern, und wir können vor allem Twint und Bargeld beim Asylantenthema einsetzen. Dort wollen das ja die meisten nicht. Dort möchte man lieber mit Bargeld arbeiten - dort, wo das Bargeld dann meistens unrechte Wege nimmt. Deshalb bin ich überzeugt: Mit einer Bargeldstrategie, wie wir sie haben, mit unserem bewährten Schweizerfranken, bleiben wir unabhängig und stabil im ganzen Markt.
Ich bitte Sie, der Minderheit Hübscher zu folgen.