Glarner Andreas · Nationalrat · 2025-03-19
Glarner Andreas · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-03-19
Wortprotokoll
Unsere Schweiz lebt vom Milizprinzip. Überall finden sich Personen, welche bereit sind, einen Dienst im Vereinswesen, für die Allgemeinheit in der Gemeinde, im Bezirk oder im Kanton kostenlos oder gegen eine geringe Entschädigung zu übernehmen. Nur hier im eidgenössischen Parlament gilt das nicht mehr. Es finden sich immer weniger Parlamentarier, welche nebst dem politischen Amt einer anständigen Tätigkeit nachgehen. Die viel zu hohe Entschädigung führt dazu, dass man als Parlamentarier vom Amt leben kann. Und wer sich dann infolge Unterbeschäftigung noch ein paar gut bezahlte Mandate beschafft, geniesst ein sorgenfreies Leben. Rechnet man als Basis für das Engagement als Parlamentarier einen Aufwand von 50 Prozent, so haben alle Ratsmitglieder hier drin, gerechnet auf 100 Prozent, einen Lohn von rund 250[NB]000 Franken. Das ist völlig überrissen, und nur ganz wenige Parlamentarier würden einen solchen Lohn in der Privatwirtschaft erhalten, geschweige denn verdienen.
Die Tatsache, dass immer weniger Mitglieder unseres Parlamentes einer geregelten Tätigkeit nachgehen, zeigt sich bei der Qualität der Entscheide sehr deutlich. Allzu viele Parlamentarier haben keinen Bezug mehr zu den Sorgen und Nöten der arbeitenden Bevölkerung. Um den Milizgedanken wieder zu festigen, ist deshalb eine Änderung der Vergütungspraxis angezeigt.
Helfen Sie bitte mit, Steuergelder zu sparen, alle wieder einer anständigen Arbeit zuzuführen und unsere Entscheide wieder volksnaher zu machen.