Pfister Martin · Bundesrat · 2025-06-16
Pfister Martin · Bundesrat · Zug · 2025-06-16
Wortprotokoll
1.[NB]Mit dem im Jahr 2020 initiierten Projekt "Abwehr Minidrohnen" zielt die Armee auf den Aufbau von Expertise in diesem Gebiet ab. Im Rüstungsprogramm 2027 sind rund 70 Millionen Franken für die Beschaffung und Einführung von ersten Abwehrsystemen bei der Truppe eingeplant. Zu beachten ist, dass zurzeit keine Universallösung zur Abwehr von kleinen Drohnen auf dem Markt beschafft werden kann. Des Weiteren wurden innerhalb des VBS im Sommer 2023 das Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik Verteidigung sowie im Sommer 2024 die Taskforce Drohnen gegründet.
2.[NB]Das VBS beabsichtigt, dass die Schweiz ihre Rüstungsgüter schneller, flexibler und stärker den Technologiezyklen folgend beschafft. Die Beschaffung der Abwehrsysteme erfolgt im Rahmen des Rüstungsvorhabens "Abwehr Minidrohnen". Im November 2024 hat der Bundesrat die Erarbeitung einer rüstungspolitischen Strategie beschlossen. Dabei hat er unter anderem definiert, dass die Schweiz ihre Beurteilungs- und Entwicklungsfähigkeit für neue Technologien erhöhen und für die Armee nutzbar machen soll. Die Strategie wird derzeit finalisiert und soll Ende Juni 2025 verabschiedet werden. Die Entwicklung von Technologie in der Schweiz im Bereich Drohnen, dazu gehören auch Abwehrsysteme, wird über die Taskforce Drohnen abgedeckt. Diese steht auch bezüglich Entwicklung in engem Austausch mit der Industrie und der Akademie.
3.[NB]Mit dem Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum und der Taskforce Drohnen bei Armasuisse Wissenschaft und Technologie verfügt das VBS bereits heute über eine Stelle, die eng mit Vertretern aus Industrie und Akademie zusammenarbeitet. Dazu involviert das VBS Akademie und Wirtschaft in Forschungs- und Innovationsprojekte.