Rösti Albert · Bundesrat · 2025-06-18
Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2025-06-18
Wortprotokoll
Herr Ständerat Burkart rennt mit seinen Erwartungen selbstverständlich offene Türen ein. Ich habe verschiedentlich gesagt, Energiepolitik komme vor Klimapolitik, weil wir nur mit genügend Strom auch dekarbonisieren können. Das bezieht sich auf die Zeit nach 2020. Tatsächlich haben sich seit den Energieperspektiven von 2020 wesentliche Elemente auf der ganzen Welt verändert. Es gab die geopolitischen Verwerfungen. Wir standen 2022/23 plötzlich vor der Situation, unter Umständen zu wenig Strom zu haben. Damals kam die Diskussion über die Reservekraftwerke auf. Da haben wir keine Differenz. Ich sage das praktisch immer: Wir werden mehr Strom brauchen, und die schleppenden Fortschritte im Bereich der Erneuerbaren müssen einem Sorgen machen.
KI und Blockchain sind zusätzliche Treiber beim zunehmenden Strombedarf. Wir konnten Ihnen aber keine Daten liefern, und deshalb verstehe ich, dass Sie nur teilweise befriedigt sind. Selbstverständlich werden diese Daten im Rahmen der neuen Energieperspektiven einfliessen. Ich darf Ihnen versichern, dass KI für den Bundesrat ein wichtiges Thema ist. Ich war bereits an zwei internationalen Konferenzen. Wir diskutieren auch darüber - der Bundesrat hat es noch nicht beschlossen, aber wird demnächst dazu eine Aussprache führen -, eine internationale Konferenz zu KI hier in der Schweiz durchzuführen, weil die Fortschritte enorm sind und die Schweiz mit ihrem Supercomputer in Lugano, mit ihren massiven Investitionen in diesem und im Blockchain-Bereich, auch Forschungsinvestitionen, hierfür prädestiniert ist.
Dass man für diese Dinge deutlich mehr Strom braucht, ist bekannt. Die Zahlen zu den Abschätzungen werden Sie mit den nächsten Berichten zu den Perspektiven erhalten, die dann auch diese neuen Aspekte, die bisher einfach etwas anders aussahen, berücksichtigen werden.