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Studer Heiner · Nationalrat · 2003-09-17

Studer Heiner · Nationalrat · Aargau · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2003-09-17

Wortprotokoll

Ich höre immer sehr gut zu, wenn Frau Wirz-von Planta spricht. Bei jeder sozialpolitischen Debatte sagen Sie, Sie hätten volles Verständnis. Aber ich habe es noch nie erlebt, dass aus diesem Verständnis heraus bei der Abstimmung auch einmal irgendein Schritt in diese Richtung kam. Sie sagen jetzt in diesem konkreten Fall, das gefährde die Vorlage. Wenn die SVP sagen würde, wenn man das nicht aufnähme, würden sie auf das Referendum verzichten, dann wäre das etwas anderes. Aber so ist es nicht. Ist die Aufnahme der Adoption ein Sargnagel oder eine Verbesserung? Das ist die zentrale Frage! Meine Vorrednerinnen, Frau Haller und Frau Wirz-von Planta, meinen, es sei ein Sargnagel, um es so klar auszudrücken.

Davon bin ich gar nicht überzeugt. Denn Sie sehen ja, in welcher Eingeschränktheit es bei den Adoptionen eine Zulassung geben soll. Ich merke in den Gesprächen mit den Leuten, dass dies verstanden wird. Denn hier geht es um das Kindswohl. Weshalb soll eine erwerbstätige Frau, die ein Kind adoptiert, anders gestellt sein, als wenn sie Mutter wird? Das ist, wie es Frau Haller zu Recht sagt, auch eine ganz besondere Situation, die sie besser kennt. Aber das Anliegen, da bin ich überzeugt, wird verstanden. Beim Umfang von diesen 2 Millionen Franken bin ich überzeugt: Wer zum Grundsatz Ja sagt, kann auch dazu Ja sagen. All diese Frauen zahlen auch mit. Ich bin also überzeugt, dass es nicht ein Sargnagel, sondern hier eine punktuelle Verbesserung ist. Meine Fraktion sieht das auch so.

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