Huber Alois · Nationalrat · 2025-09-25
Huber Alois · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25
Wortprotokoll
Ich bin als 52.[NB]Redner eingetragen, und da ist die Gefahr natürlich gross, dass ich Sachen erzähle, die hier vorne jetzt schon oft erzählt worden sind. Und trotzdem: Als praktizierender Landwirt möchte auch ich noch etwas dazu sagen.
Meine Kollegen Martin Haab und Martin Hübscher haben schon vieles gesagt, aber es ist eine Tatsache, dass das Kulturland seit dem Jahr 2000 um 3 Prozent zurückgegangen ist - pro Kopf um über 23 Prozent. Hier gibt es wirklich einen Bedarf, etwas zu machen. Auch das gute Land, das wir haben, liegt leider in der Nähe der Städte oder jeweils im Stadtkreis drin. Und wenn wir dieses Land verschandeln, haben wir nicht nur Landwirtschaftsland vernichtet, sondern Ernährungsland. Wir sprechen hier immer von Landwirtschaftsland, wir müssen uns aber bewusst sein: Das ist das Land, das uns ernährt.
Ich habe jetzt viel dazu gehört, dass die Zuwanderung wichtig sei für unseren Wohlstand. Ja, welchen Wohlstand wollen wir denn? Wollen wir dem Ausland die guten Fachkräfte wegnehmen, damit sie sich dort nicht entwickeln können und damit es unsere guten Fachkräfte vermögen, mit 60 Prozent Arbeit einen guten Lohn zu erhalten? Ist das richtig? Ist unser Wohlstand, den wir haben, wirklich der richtige Wohlstand? Sollten wir nicht wieder zurück zu unseren Vätern gehen und für unseren Wohlstand auch etwas machen? Unser Wohlstand lebt von den Ausländern, das sagen Sie die ganze Zeit. Das ist aber so, weil wir nicht mehr gewillt sind, 100 Prozent zu arbeiten. Darum haben wir zu wenige Fachkräfte. Wir haben aber nicht zu wenige Fachkräfte, sondern unsere Fachkräfte arbeiten zu wenig. Und jetzt kommen Sie und sagen, das brauche es, man müsse sich erholen. Was ist Erholung? In der Freizeit mit dem Auto was weiss ich wohin fahren, Stau am Gotthard verursachen und all das?
Wir befinden uns doch in einer falschen Welt. Wir sollten endlich einmal überlegen, was wir wollen. Und die 10-Millionen-Schweiz oder unsere Initiative alleine, da bin ich sogar Ihrer Meinung, ist noch nicht das Tüpfelchen auf dem i, aber es ist ein Anfang.
Und deshalb bitte ich Sie, empfehlen Sie diese Initiative zur Annahme.