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Wicki Franz · Ständerat · 2000-03-21

Wicki Franz · Ständerat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2000-03-21

Wortprotokoll

Die Kommissionspräsidentin, Frau Forster, hat den ganzen Forst sehr gut durchforstet. (Heiterkeit) Die Kommission hat sich auch die Mühe genommen, die bundesrätliche Vorlage und die nationalrätlichen Beschlüsse getrennt zu betrachten. Ich begrüsse dies. Es ist tatsächlich so, dass es nicht einfach ist, den Überblick zu haben.

Es ist richtig, wenn die Vorlagen auch kritisch durch die "finanzpolitische Brille" betrachtet werden. Doch die juristische und finanzpolitische Auseinandersetzung mit all diesen grossen Schäden, die der Orkan Lothar verursacht hat, helfen den betroffenen geschädigten Waldeigentümern nicht weiter.

Ich kann Ihnen sagen, dass im Kanton Luzern mehr als das Vierfache der jährlichen Waldnutzung an Holz durch diese Katastrophe umgeworfen worden ist. Die Waldeigentümer haben grosse Schwierigkeiten bei der Räumung. Sie sind nun seit Wochen, ja Monaten daran, und selbst wenn das grosse Holz weg ist, sieht der Wald immer noch aus wie eine Wüstenlandschaft.

Daher ist es ein Anliegen, dass die Bevölkerung und die geschädigten Waldeigentümer wissen, wie es weitergeht, wenn wir in unserem Rat die ganze Sache aufteilen und dann noch eine zweite Phase einläuten. Daher lautet meine Bitte an den Bundesrat und an die Kommission, uns heute zu sagen, wie sie die zweite Phase sehen, damit bezüglich der Hoffnungen, die gerade durch die Beschlüsse des Nationalrates von letzter Woche geweckt worden sind, Klarheit geschaffen wird.

Sie wissen: Das Aufräumen des stellenweise kreuz und quer liegenden Holzes ist schwierig und gefährlich und wird nach wie vor viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Neuanpflanzungen und deren Pflege werden Jahre in Anspruch nehmen und sehr viel Geld kosten. Es ist offensichtlich, dass es ungefähr zwei, drei Generationen dauern wird, bis die Wertschöpfung der geschädigten Fläche wieder so ist wie vor dem 26. Dezember 1999. Gerade in unserer Gegend sehen wir sehr viele Waldeigentümer, die heute überhaupt kein stehendes Holz, keinen intakten Baum mehr in ihrem Wald haben. Es liegt nun wirklich an unserem Parlament, auch in psychologischer Hinsicht zu sagen: Wir stehen zum Forst. Ich glaube, wenn man von oben sagt, wir müssten dem Wald helfen, ist das richtig. Wir dürfen aber nicht sagen, wir müssten dem Wald helfen, aber nicht den Grundeigentümern. Wir dürfen die geschädigten Eigentümer und den Wald mit seinem grossen Nutzen als solchem nicht gegeneinander ausspielen.

Ich bitte Sie, der Kommission und dem Bundesrat in diesem Sinne zu folgen.