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Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · 2026-03-09

Bregy Philipp Matthias · Nationalrat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2026-03-09

Wortprotokoll

Die tragische Brandkatastrophe vom 1.[NB]Januar 2026 in Crans-Montana hat unermessliches Leid verursacht. Die Trauer um die Verstorbenen und[NB]die[NB]Sorge um die Verletzten werden viele Familien, Freunde und Bekannte noch lange, ja wohl ein Leben lang begleiten. Im Namen der Mitte-Fraktion, aber auch als Bürger des Kantons Wallis spreche ich allen Verletzten, den Angehörigen der Verstorbenen und Verletzten sowie allen weiteren Betroffenen unser tiefstes Mitgefühl aus. Die unfassbare Dimension dieser Brandkatastrophe wird sich tief in das kollektive Bewusstsein der Menschen in der Schweiz einprägen. Die Zukunft vieler junger Menschen wurde innert weniger Sekunden zerstört oder massiv beeinträchtigt. Viele Familien sind seither von einer grossen Leere und Trauer betroffen; unsere Gedanken sind bei diesen Familien.

Unsere[NB]Gedanken[NB]sind[NB]aber[NB]auch[NB]bei[NB]allen,[NB]die am Unglücksort und seither in welcher Form auch immer Hilfe geleistet haben. Von der ersten Minute an war die Solidarität im In- und Ausland riesig. Unbürokratisch wurde Hilfe geleistet, sei es bei der Identifizierung der Todesopfer oder bei der Behandlung der Verletzten - eine Solidarität, die bis heute anhält und für viele Betroffene überlebenswichtig und für unser Land, unseren Kanton und die Region zentral ist. Diese Solidarität ist keine Selbstverständlichkeit. Der Bundesrat hat das rasch erkannt, indem verschiedene Vertreter vor Ort gegangen sind und indem vor allem nun schnell die Lex Crans-Montana verabschiedet worden ist. Ich danke dem Bundesrat für dieses Voranschreiten. Sie, geschätzte Mitglieder des Bundesrates, haben erkannt, dass jemand, der viel Solidarität erfährt, selbst solidarisch sein sollte.

Wir alle sind uns bewusst, dass man mit einem Solidaritätsbeitrag nichts ungeschehen machen und auch keineswegs alle Schäden abgelten kann. Das ist auch nicht die Aufgabe eines solchen Beitrags. Aber er ist ein Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung. Das vom Bundesrat vorgelegte und vom Ständerat sinnvoll überarbeitete Massnahmenpaket, das sich in diesem dringlichen Bundesbeschluss widerspiegelt, fokussiert auf die Opfer und ist angemessen in Anbetracht dessen, dass neben seelischen und körperlichen Schäden auch finanzielle Herausforderungen auf die Opfer und ihre Familien warten.

Die Änderungen des Nationalrates sind der Versuch, möglichst allen gerecht zu werden. Es wird am Ständerat sein, sich in dieser Frage noch einmal grundsätzliche Überlegungen zu machen, damit man die angemessenste, fairste und gerechteste Lösung findet. Und ja, bei einem sofortigen staatlichen Handeln bleibt das Risiko, dass neue Ungleichheiten geschaffen werden. Aber die grosse Anzahl Opfer, darunter die vielen jungen Menschen, rechtfertigt ein Handeln des Bundes.

Ich bin überzeugt, dass es Situationen gibt, in denen die Angst vor einem Präjudiz ein Handeln nicht verhindern darf. [PAGE 236] Mit dieser Entschädigung sollen weder Versicherungen noch Verantwortliche entlastet werden, noch soll sie die lückenlose Aufklärung der Tragödie verhindern. Das wurde in der Debatte im Ständerat klar, und das sage ich auch hier deutlich. Wer Verantwortung hat, sei es vertraglich oder aufgrund von Verschulden, muss diese Verantwortung wahrnehmen. Das steht aber nicht im Widerspruch zu Solidarität, zu Solidarität, die wir in einer Situation geben, in der wir viel Solidarität erhalten haben.

Noch einmal: Es gibt Situationen, in denen die Angst vor dem Präjudiz das Handeln nicht verhindern darf. In diesem Sinne danke ich Ihnen, wenn Sie eintreten und der Kommissionsmehrheit folgen. Es gibt Minderheitsanträge wie denjenigen der Minderheit Arslan, deren Anliegen man durchaus diskutieren kann, aus unserer Sicht aber nicht im Rahmen des vorliegenden Beschlusses, sondern an einer der nächsten Sitzungen der Kommission.

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