Schaffner Barbara · Nationalrat · 2026-03-19
Schaffner Barbara · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2026-03-19
Wortprotokoll
Das ist der dritte Vorstoss, den ich heute vertreten darf, der dritte, der schon länger auf der Traktandenliste schmort, obwohl ihn der Bundesrat eigentlich entgegennehmen möchte. Auch hier geht es um ein zentrales Thema für die Energieversorgungssicherheit der Schweiz, nämlich um die Resilienz des Stromnetzes. Damit wird die Thematik angegangen, dass weder der von Kollege Graber so geliebte Bandstrom noch der von ihm gehasste Flatterstrom die Versorgungssicherheit der Schweiz alleine sicherstellen kann. Was wir wirklich brauchen, ist Bedarfsstrom. Das heisst, wir brauchen den Strom genau dann, wenn am Morgen die Industriemaschinen eingeschaltet werden, wenn über Mittag gekocht wird und wenn die Elektroautos am Abend an die Ladestationen angeschlossen werden.
Genauso wichtig für die Stabilität des Stromnetzes sowie für die Verfügbarkeit von Strom im richtigen Moment ist, dass zu keinem Zeitpunkt zu viel Strom im Netz ist. Das Netz muss jederzeit in der Balance sein. Hierfür braucht es Speicher, die unterschiedlich rasch und unterschiedlich lang zu- und weggeschaltet werden können. Es gibt also, genau wie bei den Stromerzeugungstechnologien, unterschiedliche Speichertechnologien, die je nach Anwendungsfall besser oder weniger gut geeignet sind. Je mehr Speicher, aber auch je unterschiedlichere Speicher wir zur Verfügung haben, desto resilienter wird das Stromnetz.
Mit meinem Postulat für eine Resilienz- und Speicherstrategie möchte ich den Bundesrat beauftragen, genau diesen Zusammenhang zu untersuchen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, damit wir auch in Zukunft zur richtigen Zeit die richtige Menge Strom im Netz haben.