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Gadient Brigitta M. · Nationalrat · 2004-09-28

Gadient Brigitta M. · Nationalrat · Graubünden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2004-09-28

Wortprotokoll

Bei jeder Diskussion über die Fachhochschulen werden insbesondere auch die Vorteile des dualen schweizerischen Bildungssystems und die Bedeutung der Berufspraxis betont. Genau wie schon bei Artikel 5 geht es auch hier darum, es nicht bei schönen Worten bewenden zu lassen, sondern diese Anforderungen auch gesetzlich zu regeln. Nur so können wir die viel zitierte Gleichwertigkeit, aber Andersartigkeit der Fachhochschulen auch erreichen. Es ist ganz wichtig, dass wir dieses Qualitätsmerkmal auch international ins Spiel bringen.

In der Kommission wurde geltend gemacht, dass wir bei der Anerkennung ausländischer Diplome gar keinen Spielraum hätten. Aber es kann ja auch nicht sein, dass wir unsere Stärken einfach preisgeben und uns vorbehaltlos diesem System anpassen. Mindestens gewisse Qualifizierungsvorbehalte und -merkmale müssen deshalb festgehalten werden.

In der Kommission wurde uns auch erklärt, dass die heutige Praxis sehr streng sei und dass die Schweiz keine Ausbildung ohne nachgewiesenen berufspraktischen Teil als gleichwertig anerkenne. Es geht also heute eigentlich nur darum, dass diese bewährte Ausrichtung auch in Zukunft ihre Gültigkeit behält. Die praktische Berufsbildung als Eigenheit und Spezialität unseres Landes muss entsprechend gewürdigt werden. Der Bundesrat soll deshalb verpflichtet werden, dem Profil unserer Fachhochschul-Studiengänge auch bei der Anerkennung internationaler Diplome Rechnung zu tragen bzw. die schweizerischen Anforderungen zu berücksichtigen.

Ich bitte Sie namens der SVP-Fraktion, der Mehrheit Ihrer Kommission zuzustimmen.