Loepfe Arthur · Nationalrat · 2004-11-30
Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2004-11-30
Wortprotokoll
Die Mehrheit der Finanzkommission unterstützt den Entwurf des Bundesrates bzw. den von ihm vorgeschlagenen Betrag. Sie macht dabei unter anderem folgende Überlegungen: Es gibt mehrere Institutionen auf Bundesebene, die sich mit Prävention befassen. Es ist nicht nur das Bundesamt für Gesundheit, es ist auch die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, wo allerdings jetzt gewisse Abklärungen gemacht werden, weil man anscheinend nicht so ganz weiss, wer dort wem die Aufträge erteilt und wo die Prioritäten liegen. Es gibt den erwähnten Tabakfonds - der Bundesrat hat ihn erwähnt -, der durch die Tabaksteuern finanziert wird. Dann gibt es natürlich Prävention auf kantonaler Ebene, dann auch in den Schulen. Es wird eigentlich sehr viel Prävention gemacht; es steigt auch die Anzahl der Präventionsbereiche.
Verstehen Sie mich richtig: Ich bin nicht der Meinung, dass man keine Prävention machen soll, das ist sicher dringend nötig. Nur ist die Frage, ob wir das allein mit Geld machen können. Die Art der Prävention wäre sicher auch zu überlegen. Die Fettleibigkeit wurde erwähnt; hier müsste man sich mit dem Sport auseinander setzen und schauen, wie man die jungen Leute wieder dazu bringt, Sport zu treiben, wie man sie ins Vereinsleben bringt. Das hätte auch noch viele andere Vorteile, nicht nur bezüglich Sport. Man muss wahrscheinlich die Prioritäten neu setzen, sich konzentrieren, die Effizienz erhöhen. Es ist ein grosses gesellschaftliches Problem, das wir vor uns haben. Wir machen eigentlich immer mehr, aber wir werden immer süchtiger.
Ich bitte Sie, mit der Mehrheit der Kommission zu stimmen.