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Ogi Adolf · Bundesrat · 2000-06-19

Ogi Adolf · Bundesrat · Bern · 2000-06-19

Wortprotokoll

Die beiden Berichterstatter haben es bereits gesagt: Das vorliegende Geschäft steht in direktem Zusammenhang mit dem Kredit von 60 Millionen Franken, den Sie Ende 1998 für unsere Sportanlagen von nationaler Bedeutung gesprochen haben.

Es ist in diesem Zusammenhang vielleicht recht interessant, eine erste Bilanz über den Nasak-Kredit I zu ziehen. Der Zwischenstand, man darf es sagen, ist erfreulich: Endlich tut sich etwas in der Sportstätteninfrastruktur der Schweiz.

Die Stadien sind teilweise im Bau oder in einer fortgeschrittenen Planungsphase. Im "Joggeli" in Basel soll bereits im nächsten Frühjahr wieder Fussball gespielt werden, und zwar in einem neuen Stadion. In Genf werden die Altbauten bereits abgebrochen, die Baubewilligung für den Neubau soll demnächst erteilt werden. In Zürich hat man sich zu Recht auf ein polysportives Stadion geeinigt, das im Jahre 2004 eröffnet werden soll. Last, but not least: Es tut sich auch etwas im Wankdorf zu Bern. Zur Freude von Herrn Stahl hat der FC Zürich den letzten Cup aus dem altehrwürdigen Stadion nach Hause getragen. Die Baubewilligung wird für den Herbst erwartet, und anschliessend soll sofort mit dem Neubau begonnen werden.

Auch bei den polysportiven Anlagen ist man weit fortgeschritten. Das nationale Ruderzentrum Sarnersee ist bereits in Betrieb; weiter wird seit März am Centre Mondial du Cyclisme in Aigle gebaut. Andere Projekte wie das polysportive Zentrum Ostschweiz oder die Erweiterung der Sportanlage Huttwil sind in der Planungsphase.

Das alles ist durch die 60 Millionen Franken des Nasak I ausgelöst worden. Das ist sehr erfreulich. Nicht zuletzt wegen dieser Bundesbeiträge ist der Kickoff vorgenommen worden.

In Bezug auf Nasak II ist Folgendes zu sagen: Das Schwergewicht von Nasak I lag auf den Sommersportarten. Mit Nasak II verfolgen wir die gleiche Zielsetzung, diesmal aber mit dem Schwergewicht Wintersport. Die Schweiz ist ein Wintersportland mit Tradition, aber auch beim Wintersport hat die Zeit nicht stillgestanden, und unsere Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss.

Wer von Ihnen im Tourismus oder im Verkehrsbereich tätig ist oder aus einem Bergkanton stammt, weiss nur zu gut, wovon ich spreche. Mit den 20 Millionen Franken von Nasak II wollen wir schwergewichtig unsere Wintersportanlagen von nationaler Bedeutung wieder à jour bringen. Das ist dringend notwendig. Die Zeit ist jetzt reif dafür.

Ein Beispiel hierfür ist die Renaissance des Skispringens und dessen Entwicklung zur attraktiven Fernsehsportart. Die bekannte Grossschanze Engelberg beispielsweise genügt diesen Ansprüchen nicht mehr. Bretterverschläge sollen nicht mehr länger als Sprungrichtertürme und Kamerapodeste dienen, vereiste Trampelpfade zum Erreichen der Startrampe sollen der Vergangenheit angehören. Nicht zuletzt aus Gründen der Sicherheit für die Benützer und Zuschauer soll hier eine bessere Infrastruktur gebaut werden.

Ich wiederhole nochmals: Die Bundesbeiträge im Rahmen von Nasak helfen mit, unsere Sportanlagen von nationaler Bedeutung in vernünftigem, dem Bedürfnis entsprechendem Mass zu erneuern. Das ist bei Nasak I der Fall und soll auch mit dem vorliegenden Kreditbegehren erreicht werden.

Ich rufe Sie deshalb auf, die Vorlage gutzuheissen und damit ein klares Zeichen zugunsten des Sportes in unserem Land zu setzen.