Imfeld Adrian · Nationalrat · 2004-09-22
Imfeld Adrian · Nationalrat · Obwalden · Christlichdemokratische Fraktion · 2004-09-22
Wortprotokoll
Ich danke Frau Hollenstein für den Vergleich mit der Situation der Auswanderer. Aber da weder unsere Bevölkerung noch unsere Armee auswandern will, müssen wir uns mit unseren Aufträgen beschäftigen und sie erfüllen und vor allem zur bestehenden Substanz Sorge tragen. Da machen wir viel zu wenig, wie wir schon gesagt haben. Ohne mich wiederholen zu wollen, gehe ich davon aus, dass die Immobilienbotschaft einige wenige sinnvolle Projekte im Bereich Neubau umfasst und vor allem im Unterhaltsbereich sehr wichtig und unabdinglich ist, wenn das nicht zu einem Eigengoal werden soll.
Bei Kollege Lang wundere ich mich immer wieder, woher er die Kompetenz hernimmt, auch gleich für andere Fraktionen zu sprechen. Zum Thema Armeekrise ist einiges gesagt worden. Ich schliesse mich da den Worten von Herrn Donzé an. Er hat das wie immer sehr treffend ausgedrückt.
Verstehen kann ich meinen Kollegen beim umstrittenen Projekt Swissint insofern, als er aus seiner Sicht die Swisscoy-Einsätze infrage stellen kann, verstehen kann ich ihn aber nicht, wenn er das ganze Projekt aus diesem einen Aspekt heraus infrage stellt. Denn das Projekt Swissint in Stans ist meines Erachtens das einzige Projekt, das sowohl der Verteidigung wie auch der Friedenspolitik in hohem Masse dient.
Herr Bugnon, die Standortfrage ist entschieden - ohne den Details vorgreifen zu wollen. Wir sind im Vollzug eines mehrstufigen Programms. Wir tun gut daran, an einmal gefällten Entscheiden festzuhalten und unsere Programme durchzuziehen und nicht bei jeder Gelegenheit alles infrage zu stellen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, auf diese Vorlage einzutreten und die Minderheitsanträge abzulehnen.