Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2005-06-06
Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2005-06-06
Wortprotokoll
Bereits heute lässt das Astra die Gesuche um Zulassung als Nothilfekursanbieter fachlich durch eine externe Stelle begutachten, weil es selbst nicht über das notwendige Fachwissen verfügt. Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 2001 war die Ärztekommission des Schweizerischen Roten Kreuzes mit dieser Aufgabe betraut. Danach konnte als Übergangslösung die Schweizerische Medizinische Rettungskommission (Smedrec) gewonnen werden.
Um das Nothilfewesen zu professionalisieren und ein Qualitätssicherungssystem einzuführen, haben die bisherigen Kursanbieter unter Federführung des Schweizerischen Roten Kreuzes und mit Unterstützung des Astra den privatrechtlichen Verein ResQ gegründet. Ich muss zugeben, ich habe diesen Verein vor dem Erhalt der Frage von Herrn Zisyadis auch nicht gekannt und weiss daher auch nicht recht, wie man den Namen ausspricht. Man schreibt ihn ResQ, spricht ihn also wahrscheinlich wie "Rescue" aus. Ich weiss auch nicht, wofür das Q steht, vielleicht für "quoi", je ne sais pas; "question", "qualité" peut-être.
Dieser Verein ResQ wurde als professionelle Zertifizierungsstelle gegründet. Dadurch kann die Qualität der Nothilfekurse wesentlich verbessert werden. Neu müssen alle Kursanbieterinnen und -anbieter für die Zertifizierung ein objektiv überprüfbares Qualitätsniveau nachweisen. Sie müssen zudem periodisch alle vier Jahre nachweisen, dass sie die Voraussetzungen noch erfüllen. Gesuche von Kursanbietern können nun rascher und professioneller bearbeitet werden. Also die formelle Anerkennung erfolgt nicht durch diesen Verein ResQ. Weiterhin wird diese Anerkennung durch das Astra erteilt oder entzogen, wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Mit dem neuen Konzept entledigt sich der Bund also nicht einer hoheitlichen Aufgabe, sondern stellt in Zusammenarbeit mit privaten Spezialisten ein hohes Qualitätsniveau sicher. Wahrscheinlich kommt das Q von "Qualität", ja.