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Loepfe Arthur · Nationalrat · 2005-12-05

Loepfe Arthur · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2005-12-05

Wortprotokoll

Wir sind alle für Sport, insbesondere für den Sport der Jugendlichen, weil Sport für die Gesundheit und die Prävention bei der Jugend eines der besten Mittel ist. Nun muss man aber wissen, dass ein neues Konzept in Ausarbeitung ist; der Bundesrat arbeitet es zusammen mit den Kantonen aus. In dieses neue Konzept werden selbstverständlich die Kantone mit einbezogen, die Gemeinden, die Vereine - die Vereine spielen eine grosse Rolle - und natürlich die Schulen auf der unteren Stufe. Man will also das Konzept altersmässig nach unten ausdehnen. Das ist, was jetzt läuft und was der Bundesrat machen will. Frau Kiener Nellen, dabei ist vor allem wichtig: Die Kantone sind hier gefordert, denn Schulen und Sport liegen vor allem in der Kompetenz der Kantone. Ohne Kantone geht da nicht viel. Der Bundesrat wird seinen Vorschlag nächstens präsentieren; so hat man es uns gesagt.

Nun bringt eine schnelle Erhöhung dieses Postens um 2 Millionen Franken im nächsten Jahr - das ist das Problem, ansonsten wären wir auch dafür - einfach gar nichts. Was wollen Sie jetzt, im Dezember, bewirken, indem Sie einfach sagen: "Wir geben für Jugend und Sport 2 Millionen Franken mehr aus"? Dazu braucht es ein neues Konzept. Mit Geld allein ist hier nicht geholfen, Frau Kiener Nellen, das haben wir in anderen Bereichen auch schon erlebt. Das Parlament neigt zu solchen Dingen, nicht zuletzt, weil es sich natürlich gut macht, für so ein Projekt mehr Geld auszugeben - und was nachher geschieht, überlässt man dann den anderen.

Ich bitte Sie, auf das Konzept des Bundesrates zu warten und das Budget jetzt nicht zu erhöhen; das können wir in den nächsten Jahren machen. Für ein solches Konzept braucht es eine längerfristige Betrachtung, nicht eine kurzfristige auf ein Jahr.

Bitte stimmen Sie für die Mehrheit, den Ständerat und den Bundesrat!