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Abate Fabio · Nationalrat · 2005-12-06

Abate Fabio · Nationalrat · Tessin · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2005-12-06

Wortprotokoll

Im Namen der FDP-Fraktion bitte ich Sie, der Minderheit zu folgen. Der Staat unterstützt den Tourismus nicht durch eine einfache Subvention, sondern im Rahmen einer Leistungsvereinbarung. Das bedeutet die Anerkennung einer klaren staatlichen Aufgabe. Eine Kürzung um 3 Millionen Franken findet keine Rechtfertigung.

Wir erleben schwierige Zeiten, in denen unser Tourismus mit einer grossen und strukturierten Konkurrenz konfrontiert wird. Unsere Nachbarstaaten zögern nicht, mit den geeigneten und angepassten Mitteln den Tourismus zu unterstützen. Es geht um eine Wachstumsbranche mit Tausenden von Arbeitsplätzen.

Die Meinung der Mehrheit der Finanzkommission ist ein falsches und gefährliches Signal für die involvierten und interessierten Branchen. Grundsätzlich würde dies als [PAGE 1720] mangelnder Wille verstanden, der erwarteten Entwicklung zu folgen und sie auch zu fördern. Wir werden nie ein konkurrenzfähiges touristisches Angebot mit dem gewünschten Wachstum erreichen, wenn das Parlament kurzsichtige und emotionale Finanzpolitik betreibt.

Zusätzlich erinnere ich Sie daran, dass der Tourismus besonders wichtig ist für gewisse Gebiete unseres Landes, ja, es gibt einige Regionen, die fast ausschliesslich vom Tourismus leben. Es ist nicht richtig, in dieser Debatte einfach Regionalpolitik zu machen. Aber es ist auch falsch, die Wichtigkeit des Tourismus für die Wirtschaft der ländlichen, aber auch städtischen Gebiete unseres Landes ausser Acht zu lassen. Die Marke Schweiz zu verkaufen ist eine Aufgabe, die auch eine mehrjährige Planung braucht. Schweiz Tourismus kann es sich nicht leisten, leichtfertig zu improvisieren. Die Arbeit beruht auf einer mehrjährigen Planung, die mit dieser Kürzung beeinträchtigt wird. Schweiz Tourismus arbeitet gut und braucht Unterstützung. Mit einer buchhalterischen Übung einfach ein paar Millionen zu streichen ist nicht seriös und einfach oberflächlich.

Ich bitte Sie deshalb, der Minderheit zuzustimmen, das heisst, Bundesrat und Ständerat zu folgen.