Messmer Werner · Nationalrat · 2005-12-14
Messmer Werner · Nationalrat · Thurgau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2005-12-14
Wortprotokoll
Wir erleben in diesem Augenblick eigentlich einen hochinteressanten politischen Prozess: Da verliert eine Fraktion ganz klar die Abstimmung über ihren Nichteintretensantrag, und jetzt versucht sie - weil sie die Abstimmung verloren hat -, den Inhalt des Gesetzes zu streichen. Ich überlasse es Ihnen, einen solchen politischen Prozess zu werten.
Noch eine Bemerkung zu Kollege Brunner: Er hat gestern ebenfalls eine interessante Bemerkung gemacht. Er hat darauf hingewiesen, dass da ja plötzlich eine neue Konkurrenz zum alten Nationalpark entstehe. Ich gehe nicht davon aus, dass die SVP ihre Philosophie ändert und plötzlich gegen Konkurrenz in unserem Lande ist. Aber es steckt für mich [PAGE 1898] etwas Bemerkenswertes, etwas Typisches dahinter. Wir haben es gestern schon einmal angesprochen: Es ist der typisch mutlose Blickwinkel, der hier zum Tragen kommt. Man spricht nämlich davon, dass dem Nationalpark im Engadin Gäste abgezogen würden, weil sich die Gäste auf mehrere Pärke verteilen müssten. Der mutige Blickwinkel ist eben der: Wir ziehen neue Gäste an, wir ziehen neuen Tourismus an! Das ist der Blickwinkel, den wir brauchen, wenn wir unser Land weiterbringen wollen, wenn wir wollen, dass es in unserer Gesellschaft, in unserem Gewerbe und in unserer Wirtschaft endlich einen Aufbruch gibt.
Nun aber noch ganz kurz zum Inhalt: Endlich haben wir ein Gesetz, in dem alles zusammengefasst ist, ein Gesetz, das Klarheit schafft, das Übersicht schafft. Endlich wird in einem Gesetz umschrieben, was ein Nationalpark ist, was ein Regionaler Naturpark ist und was ein Naturerlebnispark ist. Das schafft Klarheit. Dieses Konzept wurde übrigens von allen Kantonen abgesegnet.
Ich bitte Sie, alle Gegenanträge klar abzulehnen.