Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2006-03-20
Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2006-03-20
Wortprotokoll
Das neue, eigenwirtschaftlich betreibbare Netz von SBB Cargo umfasst 323 Bedienungspunkte. SBB Cargo transportiert immer noch rund 96 Prozent der Menge im Vergleich zur Menge vor der Restrukturierung. Ausserhalb des täglich bedienten Netzes hat SBB Cargo 170 individuelle Lösungen, also Angebote für einen oder mehrere Kunden, gefunden. Damit wurden bedeutend mehr individuelle Lösungen gefunden als ursprünglich geplant. Die eidgenössischen Räte haben im Rahmen der Budgetdebatten der letzten Session entschieden, die Subventionen zur Trassenpreisverbilligung im Wagenladungsverkehr wie geplant zu reduzieren. Alle Anträge, welche eine Aufrechterhaltung oder Erhöhung der Subventionen verlangten, wurden hier abgelehnt. Damit hat das Parlament verdeutlicht, dass es die Flächendeckung weiterhin für gewahrt hält, denn sonst hätte es die Subventionen gleich hoch halten oder erhöhen müssen, denn es handelt ja auch im Sinne des Gesetzes.
Die Aussage, wonach alle 10 Kilometer ein Bedienungspunkt entsteht, entspricht einem berechneten Durchschnittswert und stellt keine vorgegebene Planungsgrösse dar. Selbstverständlich kommen somit nach Topografie oder Siedlungsstruktur Abweichungen vor.
SBB Cargo suchte zusammen mit der SOB intensiv nach Lösungen für den Güterverkehrsbedienungspunkt Einsiedeln. Es konnte aber keine eigenwirtschaftliche Lösung gefunden werden. SBB Cargo hat deshalb beschlossen, die Bedienung von Einsiedeln einzustellen. Der nächste Ausweichort für Holztransporte steht in Siebnen-Wangen. Bei Verladeorten für Holz ist zu beachten, dass die Sicherheitsanforderungen erhöht sind. Für den Verlad von Langgütern gelten besondere Sicherheitsanforderungen. Für die Unternehmen Holcim und Rheinsalinen AG, die bis anhin Transporte nach Einsiedeln durchführten, wurden spezifische Kundenlösungen vereinbart.