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Schenker Silvia · Nationalrat · 2006-03-21

Schenker Silvia · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2006-03-21

Wortprotokoll

Die Minderheit Meyer Thérèse verlangt im Gesetz die explizite Erwähnung, dass eine interdisziplinäre Beratung organisiert werden kann. Die Erfahrung zeigt, dass eine gesamtheitliche Begleitung wichtig ist und es zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten notwendig ist, möglichst frühzeitig involvierte Dienste und Disziplinen mit einzubeziehen. Gerade in der Anfangsphase einer Begleitung ist es sehr wertvoll, wenn sich alle beteiligten Institutionen und Personen an einen Tisch setzen, um Informationen auszutauschen und klare Absprachen zu treffen. Aus meiner Tätigkeit als Sozialarbeiterin in einer psychiatrischen Klinik weiss ich, dass gerade in komplexen Situationen meistens verschiedene Institutionen und Personen involviert sind. Es ist nicht nur aus Effizienzgründen sinnvoll, von Anfang an die Verantwortlichkeiten zu klären, sondern es ist auch wichtig, den Betroffenen gegenüber zu signalisieren, dass die verschiedenen Fäden zusammenlaufen und zu einem möglichst optimalen Ganzen zusammengefasst werden.

Das neue Konzept des medizinisch-arbeitsmarktlichen Assessments beschreibt genau das, was Thérèse Meyer in ihrem Minderheitsantrag fordert. Obwohl ich der Meinung bin, die IV-Stellen sollten dies auch ohne die Formulierung im Gesetz tun, begrüssen wir den Antrag der Minderheit Meyer Thérèse und unterstützen ihn.

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