Frick Bruno · Ständerat · 2006-09-25
Frick Bruno · Ständerat · Schwyz · Christlichdemokratische Fraktion · 2006-09-25
Wortprotokoll
Frau Sommaruga möchte mit ihrer Motion zwei Bereiche fördern, erstens grundsätzlich das Managed-Care-System, die Netzwerke, und zum Zweiten möchte sie, dass auch Präventiv- und Komplementärmedizin in einem Managed-Care-Modell abgegolten werden. Sie hat ihre Motion am 22. Juni dieses Jahres eingereicht - als noch die Vorlage des Bundesrates auf dem Tisch war.
Inzwischen ist mehr passiert. Die Kommission hat ihre Arbeit aufgenommen, und ich meine, es passiert, was in diesem Bereich oft passiert: Eine gute Vorlage des Bundesrates wird noch verbessert. Sie haben aus nächster Nähe verfolgen können, dass die Kommission die Netzwerke, die Ärztenetzwerke, das Managed-Care-System allgemein fördern will. In der Tat haben wir die Erfahrung gemacht, dass Managed-Care-Systeme geeignet sind - vor allem, wenn das Netzwerk auch Budgetverantwortung hat -, um die Gesundheitskosten um 10 bis 20 Prozent einzudämmen. Auch die zweite Forderung, wonach Präventiv- und Komplementärmedizin bei Versicherung in einem Managed-Care-Modell abgegolten werden, ist aufgenommen, allerdings nicht zwingend, wie es die Motion vorsieht, sondern als Möglichkeit. Wir wollen, dass Krankenversicherer untereinander im Wettbewerb stehen und unterschiedliche Managed-Care-Systeme anbieten, unter denen die gesunden und die kranken Versicherten wählen können.
Die Anliegen und die Stossrichtung der Motion Sommaruga Simonetta sind richtig, die Kommission teilt sie. Aber zum Ersten sind die Anliegen in der Ausgestaltung zu eng gefasst, und zum Zweiten: Wenn die Kommission gut an der Arbeit ist, soll man sie weiterarbeiten lassen. Ich meine darum, dass aus der Beurteilung, wie wir sie heute vornehmen können, auf die Motion verzichtet werden kann.