Schmid Samuel · Bundesrat · 2006-12-12
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2006-12-12
Wortprotokoll
Herr Widmer, das ist kein Widerspruch. Das Beschaffungsmanagement, wie wir es hatten, ging davon aus, dass es je nach Rüstungsgut vom Zeitpunkt der Feststellung des Bedarfs bis zur Ablieferung an die Truppe zwischen vier und zehn oder zwölf Jahre dauerte. Das ist heute nicht mehr verantwortbar.
Dazu kommt die Absicht des Bundesrates, in der Mehrheit der Fälle, wo es möglich ist, auf Helvetisierungen zu verzichten, also - mit anderen Worten - Produkte zu kaufen, die vorhanden oder bekannt sind. Das ist nicht immer möglich; gelegentlich gibt es auch militärische Bedürfnisse, die das verunmöglichen. Viele Produkte sind nicht fertig irgendwo vergleichbar im Einsatz, sie werden über die Beschaffung auch aus Komponenten zusammengestellt. Aber all diese Abläufe müssen verkürzt werden, das muss schneller laufen, erstens wegen der Planungssicherheit, zweitens wegen der Kostensicherheit und drittens auch - und das wäre der Hauptgrund - wegen der schnelleren Veränderung der Bedürfnisse.