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Zemp Markus · Nationalrat · 2007-03-14

Zemp Markus · Nationalrat · Aargau · Christlichdemokratische Fraktion · 2007-03-14

Wortprotokoll

Namens der CVP-Fraktion teile ich Ihnen mit, dass wir hier die Mehrheit unterstützen. Das heisst: Umlagerung der Fabrikbeiträge an die Verwertung der Zuckerrüben in Flächenbeiträge. Wichtig ist für uns, dass der Zuckerrübenanbau in der Schweiz weiterhin erhalten bleibt. Wir sind der Überzeugung, dass mit dieser Umlagerung der Marktstützung direkt auf die Fläche, d. h. zu den Bauern, dieses Ziel erreicht werden kann.

Die Zuckerrübenproduktion ist für die Schweiz sehr sinnvoll; das möchte ich auch Herrn Kollege Gysin sagen. Sie ist auch aus ökologischen Gründen ausserordentlich sinnvoll. Zuckerrüben binden eine Riesenmenge an CO2 und geben dann Sauerstoff ab. Es ist eine der effizientesten Fruchtarten in Sachen CO2-Umwandlung. Wenn wir den Anbau hier haben, so haben wir auch die Arbeitsplätze hier und haben keine sinnlosen Transporte. Ich erinnere daran, was im Bereich Energie abläuft. Wenn man sieht, wie Zuckerrohrpflanzen zunehmend in Bioethanol umgewandelt werden, ist man vielleicht in Zukunft froh um eine einheimische Nahrungsmittelproduktion. Das gilt auch hier beim Zuckerrübenanbau.

Wichtig scheint mir: Die Fabriken haben Angst, dass sie nicht mehr zu den Zuckerrüben kommen. Diese Angst teile ich nicht, weil für die Bauern Zuckerrübenanbau attraktiv bleibt, beispielsweise attraktiver als der Getreideanbau. Sie haben ein Monopol; damit haben sie auch weiterhin die Frucht. Aber, Frau Bundesrätin, man muss dann bei der Umsetzung darauf schauen, dass nicht "Pseudo-Zuckerrüben" - der Beiträge wegen - produziert werden, sondern dass die speziellen Beiträge dann auch an eine Ablieferung gebunden werden.

Ich bitte Sie also namens der CVP-Fraktion, der Mehrheit zu folgen. Sinngemäss werden wir diese Position dann auch bei Artikel 56 betreffend die Ölsaaten einnehmen, das heisst, auch dort werden wir die Mehrheit unterstützen.